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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

16.11. - 18.11.2007, Hannover

Studenten gestalten die Ausbildungsstation für integrative Medizin

Poster

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung - GMA. Hannover, 16.-18.11.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07gma19

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gma2007/07gma019.shtml

Veröffentlicht: 14. November 2007

© 2007 Decker et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund: Im Rahmen des integrierten Begleitstudiums anthroposophische Medizin an der Universität Witten/Herdecke wird erstmalig eine Ausbildungsstation für PJ-Studenten im Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke aufgebaut. In der Vorbereitung erarbeiteten Studierende gemeinsam mit den Projektverantwortlichen Lernziele, das Curriculum und seine Umsetzung für das PJ-Tertial in Innerer Medizin und ihrer anthroposophischen Erweiterung.

Ausbildungsziele: Lernziele in folgenden Bereichen wurden entwickelt:

  • Diagnostische Fähigkeiten
  • Klinisches Denken und Handeln
  • Therapeutische Fähigkeiten
  • Technische Fertigkeiten
  • Vertiefte Grundlagen zu internistischen Krankheitsbildern aus konventioneller und anthroposophischer Perspektive
  • Organisationskompetenz
  • Persönlichkeitsentwicklung und Selbstreflexion
  • Team- und Kommunikationskompetenz.

Leitend waren ein hoher Praxisbezug der Lernziele sowie die Ausbildung zu einer Integrativen Medizin durch die Integration von Fragestellungen aus der konventionellen und der anthroposophischen Medizin.

Realisierung: Die Umsetzung der Lernziele findet in dem gemeinsam erarbeiteten Tagesplan statt. Dieser enthält täglich wiederkehrende Einheiten: Dazu gehören neben der Teilnahme am Stationsablauf (Abteilungs- und Stationsbesprechungen) die Erarbeitung anthroposophisch-medizinischer Grundlagen, die eigenständige und die unter Supervision stattfindende Visite, Seminare zu diagnostische Übungen und zum praktischen Vorgehen bei ausgewählten Leitsymptomen, sowie schulmedizinische und anthroposophisch erweiterte Fallvorstellungen, Zeiten für Selbststudium und für Anleitung, Supervision und Feedback.

Evaluation: Für eine regelmäßige und sinnvolle Feedbackgestaltung wurde ebenfalls gemeinsam ein passendes Vorgehen entwickelt: in regelmäßigen Abständen sollen Mini-C-Ex, Peer Reviews, Oslerprüfungen und Selbstevaluationen durchgeführt werden.