gms | German Medical Science

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

10.11. bis 12.11.2006, Köln

Praxisorientierte Lehre im Querschnittsbereich Notfallmedizin

Poster

  • corresponding author Miriam Ruesseler - Universitätsklinikum Frankfurt, Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Frankfurt/Main, Deutschland
  • Michael Weinlich - Universitätsklinikum Frankfurt, Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Frankfurt/Main, Deutschland
  • Goetz Leonhardt - Universitätsklinikum Frankfurt, Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Frankfurt/Main, Deutschland
  • Chris Ziesel - Universitätsklinikum Frankfurt, Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Frankfurt/Main, Deutschland
  • Ingo Marzi - Universitätsklinikum Frankfurt, Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Frankfurt/Main, Deutschland
  • Felix Walcher - Universitätsklinikum Frankfurt, Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Frankfurt/Main, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung - GMA. Köln, 10.-12.11.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06gma157

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gma2006/06gma157.shtml

Veröffentlicht: 23. Oktober 2006

© 2006 Ruesseler et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Jeder Arzt sollte einen medizinischen Notfall erkennen und adäquat primär versorgen können. Die hierfür benötigten Fertigkeiten sollten bereits innerhalb der medizinischen Ausbildung erlernt werden.

Die Notfallmedizin ist in der neuen Approbationsordnung als eigener Querschnittsbereich repräsentiert. Dies spiegelt deren Wichtigkeit im Rahmen der ärztlichen Tätigkeit wieder.

Das hier vorgestellte Ausbildungskonzept stellt eine Möglichkeit dar, die notfallmedizinische Ausbildung der angehenden Ärzte praxis-, patienten- und tätigkeitsorientiert zu gestalten.

Methode: In einer dreiteiligen Ausbildung erhalten die Studierenden zunächst eine Ausbildung in erster ärztlicher Hilfe und besuchen anschließend eine interdisziplinäre Leitsymptom-orientierte Vorlesungsreihe. Der dritte Teil soll das bisher erlangte Fachwissen vertiefen und ein strukturiertes, algorithmenorientiertes Vorgehen in Notfallsituationen durch intensives praktisches Training in Kleingruppen vermitteln. Hierfür absolvieren die Studierenden einen BLS- und erweiterten zweitägigen ACLS-Kurs nach Kriterien der AHA. Vervollständigt wird die Ausbildung durch ein Praktikum auf einem Rettungswagen, sowie ein zweiwöchentlich stattfindendes Seminar mit Falldarstellungen.

Ergebnisse: Im Anschluss an jeden Ausbildungsteil erfolgt eine schriftliche Evaluation durch das Dekanat. Im 3. Teil erfolgt eine schriftliche Evaluation intern durch den Querschnittsbereich am Ende jeden Kurses, sowie nach dem RTW-Praktikum. 395 Studierende sind aktuell in der internen Evaluationen erfasst. Hiervon bewerten 66% den BLS-, 85% den ACLS-Kurs mit sehr gut, 32% bzw. 12% mit gut und 2% bzw. 3% mit durchschnittlich.

Schlussfolgerung: Die Kombination aus theoretischen Anteilen, klar strukturierten praktischen Übungen in Form von BLS- und ACLS-Kursen, sowie einem Rettungswagenpraktikum stellt eine positiv evaluierte Möglichkeit dar, Handlungsabläufe zum Erkennen und Management von medizinischen Notfällen zu vermitteln und den Forderungen der neuen ÄAppO nach einer praxisorientierten Ausbildung gerecht zu werden.