gms | German Medical Science

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

10.11. bis 12.11.2006, Köln

Informationen finden, Risiken bewerten und vermitteln: Kleingruppenarbeit in Klinischer Umweltmedizin

Finding information, judging and communicating risks: teaching by group work in environmental medicine

Poster

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung - GMA. Köln, 10.-12.11.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06gma154

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gma2006/06gma154.shtml

Veröffentlicht: 23. Oktober 2006

© 2006 Rieger et al.
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Gliederung

Text

Im Modellstudiengang Humanmedizin der Universität Witten / Herdecke steht wegen des umfangreichen praxisnahen Unterrichts nur wenig Zeit für die Lehre in "Klinischer Umweltmedizin“ zur Verfügung. Nach ersten Erfahrungen mit einem Konzept aus Einführung, Workshoptag und Exkursion sollte in einem neuen Ansatz versucht werden, das Lernziel "Bewertung und Kommunikation umweltmedizinischer Risiken“ stärker zu betonen. Hierzu wurde statt des Workshoptages Kleingruppenarbeit durchgeführt, deren Ergebnisse als Kurzvorträge vor der gesamten Gruppe vorgestellt und diskutiert wurden. Bei der Diskussion anwesend waren auch Experten mit umweltmedizinischer Praxiserfahrung. Thematisch wurde ein breites Spektrum umweltmedizinischer Fragestellungen behandelt. Für die laut Prüfungsordnung vorgesehene schriftliche Prüfung wurden die Folien aller Kurzvorträge von der verantwortlichen Dozentin überarbeitet, ggf. ergänzt bzw. korrigiert und den Studierenden gesammelt zur Verfügung gestellt. In der Evaluation wurde die Veranstaltung eher schlecht beurteilt. Neben organisatorischen Aspekten (Länge der Arbeitsphasen) wurde vor allem das Unverständnis vieler Studierenden für die Kleingruppenarbeit deutlich. Viele wünschten sich einen kürzeren Frontalunterricht, in dem die prüfungsrelevanten Themen "kurz und knapp“ dargestellt wurden. Das eigenständige Erarbeiten der Fakten und v.a. die Risikobewertung in der Gruppe wurde dagegen von einigen Studierenden als Zeitverschwendung empfunden. Im Gegensatz zu dieser Bewertung der Studierenden waren die Dozenten bzw. Experten in den meisten Fällen sehr zufrieden mit Umfang und Qualität der Auseinandersetzung mit umweltmedizinischen Themen und der Aufbereitung für die Gruppendiskussion. Als Lösungsmöglichkeit bietet sich an, die Kurzvorträge als Grundlage für den Leistungsnachweis im Querschnittbereich "klinische Umweltmedizin“ zu definieren und auf die bisherige schriftliche Prüfung zu verzichten. Weiterhin wäre es wünschenswert, wenn Kliniker an der Diskussion teilnehmen könnten.