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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

10.11. bis 12.11.2006, Köln

Systematische Gesichtspunkte und Lernziele für das Tertial Allgemeinmedizin im Praktsichen Jahr

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  • corresponding author Dirk Moßhammer - Universität Tübingen, Lehrbereich Allgemeinmedizin, Tübingen, Deutschland
  • author Gernot Lorenz - Universität Tübingen, Lehrbereich Allgemeinmedizin, Tübingen, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung - GMA. Köln, 10.-12.11.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06gma128

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gma2006/06gma128.shtml

Veröffentlicht: 23. Oktober 2006

© 2006 Moßhammer et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund: Die Situation Praktisches Jahr (PJ) in Allgemeinmedizin ist Neuland für Studierende, Lehrende und verwaltende Instanzen. In folgender Arbeit sind wichtige Gesichtspunkte und Lernziele für das PJ in Allgemeinmedizin dargestellt.

Vorgehen: Die Erarbeitung erfolgte systematisch nach in der Literatur gängigen Kriterien: Ausgangssituation PJ in Allgemeinmedizin, Definition der Zielgruppe, der Lernziele und der Lehrmethoden und Evaluation. Die Festlegung der Lernziele und Erörterung der Lehrmethoden dieser Arbeit fand in der 1. Sitzung des Arbeitskreises "Praktisches Jahr und Allgemeinmedizin“ an der Universität Tübingen im April 2006 statt. An dieser nahmen die ersten neun PJ-Lehrärzte, die alle langjährige Berufserfahrung aufweisen, teil.

Darstellungen und Erkenntnisse: Die Rahmenbedingungen für das PJ stehen in der Approbationsordnung (ÄAppO). Die Definition der Zielgruppe beschreibt die Studierenden, die Lehrpraxen und die Lehrärzte.

Es besteht ein Dilemma zwischen komplexen Inhalten und Zusammenhängen in der Allgemeinmedizin und deren Beschränkung auf objektive Beurteilbarkeit. Lernziele im PJ Allgemeinmedizin müssen deshalb herunter gebrochen werden auf ein dem Ausbildungsstand entsprechendes Maß. Sie müssen auch dem Anspruch der ÄAppO auf Interdisziplinarität und bio-psycho-soziale Zusammenhänge gerecht werden. Diese Arbeit konzentriert eine Darstellung der Lernziele und deren Präzisierung (Niveaustufen nach Miller) hauptsächlich in tabellarischer Form.

Die didaktischen Voraussetzungen sind im PJ-Tertial Allgemeinmedizin optimal. Denn hier unterrichtet quasi der Chefarzt persönlich.

Grundlegend findet eine Evaluation der PJ-Studierenden durch das 2. Staatsexamen statt. Um jedoch eine Bewertung des Curriculums oder der Lehrärzte durch die Studenten durchzuführen, müssen eigene Evaluationsinstrumente erstellt werden. Eine solche Bewertung der Studierenden durch die Lehrärzte würde sich entscheidend an der Definition von Lernzielen im PJ ausrichten.

Fazit und Ausblick: Für das PJ-Allgemeinmedizin ist eine systematische Transparentmachung wesentlicher lehr- und lernwissenschaftlicher Gesichtspunkte gerechtfertigt und wichtig und gleichzeitig die Voraussetzung für die Entwicklung von Evaluationsinstrumenten.


Literatur

1.
Kern DE, Thomas PA, Howard DM, Bass EB. Curriculum development for medical education, a six-step approach. Baltimore, London: The John Hopkins university press; 1998.
2.
Gronlund NE. Assessment of student achievement. Eight edition. Edinburg, UK: Pearson Education Inc; 2006.