gms | German Medical Science

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

10.11. bis 12.11.2006, Köln

Demenzschulung in hausärztlichen Qualitätszirkeln

Dementia education for General Practitioners in quality circles

Poster

  • corresponding author Horst Christian Vollmar - Universität Witten/Herdecke, Zentrum für Allgemeinmedizin und ambulante Versorgung, Witten, Deutschland
  • author Martin Butzlaff - Universität Witten/Herdecke, Zentrum für Allgemeinmedizin und ambulante Versorgung, Witten, Deutschland
  • author Rolf Lefering - IUniversität Witten/Herdecke, nstitut für Forschung in der Operativen Medizin, Köln, Deutschland
  • author Monika A. Rieger - Universität Witten/Herdecke, Zentrum für Allgemeinmedizin und ambulante Versorgung, Witten, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung - GMA. Köln, 10.-12.11.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06gma124

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gma2006/06gma124.shtml

Veröffentlicht: 23. Oktober 2006

© 2006 Vollmar et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Ungenutzte Potentiale bei der hausärztlichen Versorgung von Demenzpatienten lassen die Notwendigkeit eines effizienteren Wissenstransfers für Allgemeinärzte sichtbar werden.

Im Rahmen des BMBF-Programms zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Allgemeinmedizin wurden zwei unterschiedliche Demenz-Schulungen konzipiert, deren Effektivität durch eine cluster-randomisierte Studie evaluiert werden soll.

Methoden: Ausgehend von einer evidenzbasierten Demenz-Leitlinie wurden ein klassisches Fortbildungsprogramm (Powerpoint-Vortrag mit Falldiskussion) und ein so genanntes Blended-Learning-Konzept (E-Learning plus Präsenzveranstaltung mit Falldiskussion) entwickelt, die insgesamt in 20 hausärztlichen Qualitätszirkeln getestet werden sollen. Hauptzielgröße ist der Wissenszuwachs, gemessen mit Hilfe eines Fragebogens, der zu verschiedenen Zeitpunkten von den Studienteilnehmern auszufüllen ist. Die Fallzahlschätzung führte – basierend auf einer konservativen Effektgrößenabschätzung und unter Berücksichtigung des Designeffektes bei der Clusterrandomisierung – zu einer angestrebten Stichprobengröße von 174 Hausärzten.

Ergebnisse: Bislang wurden aus den vorhandenen Leitliniendokumenten die Schulungsunterlagen und E-Learning-Module erstellt. Der Fragenbogen kam bereits im Rahmen der "Initiative Demenzversorgung in der Allgemeinmedizin“ (IDA-Projekt) zur Dokumentation des Wissenszuwachses bei 132 Hausärzten zum Einsatz.

Die Rekrutierung von Studienteilnehmern in der WIDA-Studie erweist sich als schwierig; bisher (Stand 30.6.2006) liegen Zusagen von neun Qualitätszirkeln für den avisierten Schulungszeitraum von August bis November 2006 vor.

Schlussfolgerungen: Von der Umsetzung der WIDA-Studie werden folgende Erkenntnisse erwartet:

  • Eine Einschätzung der Effizienz unterschiedlicher Schulungskonzepte für das Indikationsgebiet der Demenz.
  • Eine Analyse, welche Teilnehmer ggf. in besonderer Weise profitieren.
  • Eine erste Kosten-Nutzen-Abwägung für den Einsatz von Blended-Learning-Konzepten in der (haus-) ärztlichen Fortbildung.