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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

10.11. bis 12.11.2006, Köln

Praxisbezogene anatomische Demonstration unterstützt den praktischen Unterricht

Poster

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  • corresponding author Thomas Shiozawa - Universität Tübingen, Anatomisches Institut, Tübingen, Deutschland
  • author Ulrich Drews - Universität Tübingen, Anatomisches Institut, Tübingen, Deutschland
  • author Markus Schrauth - Universtitätsklinikum Tübingen, Psycho. Med. u. Psychotherapie, Abt. Innere Medizin VI, Tübingen, Deutschland
  • author Peter Weyrich - Universitätsklinikum Tübingen, Endo. u. Stoffwechselerk., Klin. Chemie u. Nephrologie, Abt. IV, Tübingen, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung - GMA. Köln, 10.-12.11.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06gma117

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gma2006/06gma117.shtml

Veröffentlicht: 23. Oktober 2006

© 2006 Shiozawa et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: In der neuen Approbationsordnung wurde für das Fach Innere Medizin ein mindestens einwöchigen Blockpraktikums festgelegt. Mit Blick auf die Einführung der Praktischen Übungen (§2 Abs. 3 ÄAppO) und einer "weitestgehenden Verknüpfung von theoretischen und klinischem Wissen“ (§2 Abs. 2 ÄAppO) wurde an der Universität Tübingen das Skills Lab Innere Medizin in das Blockpraktikum implementiert. Beim Aufbau der praktischen Module lag die Überlegung zugrunde, gerade für technisch anspruchsvollere Skills einen begleitenden anatomischen Unterricht an speziellen Präparaten zu integrieren, um das Praktikum plastischer und realitätsnaher zu gestalten.

Methoden: Für die Lehrmodule "Anlage eines zentralvenösen Zugangs in die V. jugularis interna/V. subclavia“, "Beckenkammbiopsie nach Jamshidi“ und "intermuskuläre Injektion (gluteal)“ wurde ein anatomisches Präparat und mehrere Plastinate hergestellt. Die Lehrmodule enthalten neben der praktischen Demonstration der Skills am Präparat auch klinisch-theoretische Inhalte. Danach werden die Skills von den Studenten im Skills Lab am Phantom trainiert. Die Studierenden durchlaufen diesen Unterricht in Gruppen von 12 und werden von einem Anatomen sowie einem internistischen Facharzt betreut.

Ergebnisse: Das mündliche Feedback der Studierenden aus den Kursen ist sehr positiv, was sich auch in unseren ersten schriftlichen Evaluationsergebnissen bestätigt. Die Auswertung wird noch das laufende Semester mit einschließen und auf dem GMA-Kongress vorgestellt.

Diskussion: Der klinische Unterricht am Präparat lässt sich interaktiv und praxisnah gestalten. Die Herleitung und Vermittlung möglicher (stichtechnisch bedingter) Komplikationen gelingt an den Präparaten didaktisch klar und einfach. Wir hoffen, dass durch die Vernetzung von Anatomie und Klinik eine deutlichere und nachhaltigere Vermittlung der Skills gelingt, was Gegenstand kommender Untersuchungen sein wird.