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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

10.11. bis 12.11.2006, Köln

Der Fragebogen zur Evaluation von Lehrveranstaltungen durch Studierende

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  • corresponding author Volkhard Fischer - Medizinische Hochschule Hannover, Präsidialamt, Hannover, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung - GMA. Köln, 10.-12.11.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06gma112

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gma2006/06gma112.shtml

Veröffentlicht: 23. Oktober 2006

© 2006 Fischer.
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Gliederung

Text

Auf den GMA-Tagungen 2000 und 2003 wurden jeweils Vorversionen des jetzt vorliegenden Fragebogens zur Evaluation von Lehrveranstaltungen durch Studierende vorgestellt. Waren die Veränderungen zwischen den Versionen von 2000 und 2003 noch erheblich, so hat sich die mehrfaktorielle Struktur des Fragebogens jetzt eindeutig stabilisiert. Trotz einer Korrektur einiger Einzelfragen konnte die frühere Faktorenstruktur repliziert werden. Damit liegt jetzt ein Fragebogen für Lehrveranstaltungen vor, der die von Marsh 1982 mit seinem SEEQ hervorgehobenen Aspekte gute Lehre auch unter deutschen Lehrbedingungen abbilden kann [1]. Wie in den früheren Versionen erweist sich das Verhalten der Lehrkraft als entscheidend für den Erfolg der Lehrveranstaltung. Gerade in den weniger einflussreichen Faktoren kommt aber zum Ausdruck, dass Lehre ein komplexes Geschehen ist, welches nicht auf monokausale Erklärungsmuster reduziert werden kann. Dies wird durch eine konfirmatorische Faktorenanalyse bestätigt.

Einschränkend wäre festzuhalten, dass sich der Fragebogen nicht für eine kritisch-differenzierte Rückmeldung von Qualitätsdefiziten in Praktika eignet. Dagegen erweist er sich selbst in solchen Lehrveranstaltungen als nützlich, die von einer Gruppe von Dozenten gehalten werden.


Literatur

1.
Marsh HW. SEEQ: A reliable, valid, and useful instrument for collecting students' evaluations of university teaching. Br J Educl Psychol. 1982;52:77-95.