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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

10.11. bis 12.11.2006, Köln

Sind Medizinstudenten durch ein Auslandsstudium auf eine Arbeit im internationalen Raum vorbereitet?

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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung - GMA. Köln, 10.-12.11.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06gma103

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gma2006/06gma103.shtml

Veröffentlicht: 23. Oktober 2006

© 2006 Dahmen et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund: Von ärztlichen Berufseinsteigern wird vor dem Hintergrund der ökonomischen und kulturellen Globalisierung und einem zunehmend internationalisierten Arbeitsmarkt eine hohe Beschäftigungsmobilität und fachliche Qualifikation erwartet. Die Fähigkeit, im internationalen Raum und in unterschiedlichen Gesundheitssystemen zu arbeiten, bedeutet für viele junge Ärzte eine wichtige Lern- und Karrierechance.

Methoden: Eine Befragung über einen standardisierten Papier- und Onlinefragebogen unter 452 Alumni (Rücklaufquote 58% (N= 264) der medizinischen Fakultät der Universität Witten/Herdecke (UWH) wurde Anfang 2006 durchgeführt.

Ergebnisse: 82.6% (N= 218) der Alumni der UWH verbrachten während ihres Studiums mehr als 1 Monat im Ausland, im Durchschnitt 8,59 Monate. 30,7% (N= 67) von den 82,6% (N= 218) arbeiteten nach ihrem Studium sechs oder mehr Monate in einem anderen Land. Von allen Studierenden (N= 68), die nach ihrem Studium sechs oder mehr Monate im Ausland gearbeitet haben, haben nur 1,5% (N= 1) während ihres Studiums nicht in einem anderen Land studiert.

Zusammenfassung: Für viele UWH-Absolventen ist das Auslandstudium sowie die Arbeit im Ausland zentrales Element ihrer medizinischen Ausbildung. Die Ergebnisse der UWH-Absolventenbefragung zeigen, dass die meisten Ärztinnen/ -e, die nach dem Studium im Ausland arbeiten, bereits während des Studiums Zeit in einem anderen Land verbracht haben. Ein Auslandsaufenthalt während des Studiums kann wegweisend für eine spätere internationale Beschäftigung sein und die Karrierechancen erhöhen.