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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

10.11. bis 12.11.2006, Köln

Die studentische Akzeptanz klinischer Lehrveranstaltungen

Poster

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  • author Stefan Drolshagen - JWG Universität Frankfurt/Main, Dekant Fachbereich Medizin, Frankfurt/Main, Deutschland
  • author Johannes Schulze - JWG Universität Frankfurt/Main, Dekanat Fachbereich Medizin, Frankfurt/Main, Deutschland
  • corresponding author Anwar Syed Ali - JWG Universität Frankfurt/Main, Dekanat Fachbereich Medizin, Frankfurt/Main, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung - GMA. Köln, 10.-12.11.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06gma092

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gma2006/06gma092.shtml

Veröffentlicht: 23. Oktober 2006

© 2006 Drolshagen et al.
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Gliederung

Text

Am Fachbereich Medizin der Goethe-Universität werden alle Pflichtveranstaltungen seit 1998 evaluiert und die Zentren entsprechend der Ergebnisse finanziell belohnt. Die Budgetierung für die Evaluation der Lehre setzte sich bis jetzt zusammen aus 50 Prozent studentischer Evaluation der Kurse, Praktika und Seminare, 30 Prozent IMPP-Ergebnisse und 20 Prozent Promotionsergebnisse. Die Bewertung für die studentische Evaluation erfolgt dabei nach der Likert-Skala von 1 bis 5 (1=trifft völlig zu…5=trifft gar nicht zu). Seit 2002 wird hierfür ein Bogen verwendet, der 14 für alle Fächer gleiche Aspekte evaluiert. Außerdem erfolgt mit in der Regel 4 weiteren Fragen eine Differenzierung fachspezifischer Aspekte.

Wir präsentieren die Ergebnisse der studentischen Evaluation vom Wintersemester 2003/2004 bis zum Wintersemester 2005/2006: Patientenferne Fächer im klinischen Studienabschnitt werden negativer beurteilt als patientennahe Fächer oder bedside-Kurse: Sehr gute Benotungen erhalten der Kurs Neurologie (M=1,37, SD=0,25) vor dem Kurs Allgemeinmedizin (M=1,52, SD=0,24). Die sofortige Spitzenposition erlangte das erstmalig evaluierte neu gestaltete Praktikum Notfallmedizin (M=1,17). Schlechte Benotungen erhalten der Kurs Arbeitsmedizin und der Kurs Allgemeine Pharmakologie. Der Kurs Theoretische Pathophysiologie erhält im Mittel trotz seiner Patientenferne eine gute Beurteilung, während der Kurs Frauenheilkunde (bed-side-Kurs) schlecht beurteilt wird.

Bei der Bewertung unterschiedlicher Kurse und verschiedener Fächer ist trotz aller objektivierbarer Indikatoren und standardisierter Leistungsparameter der "subjektive Faktor“ nicht zu unterschätzen.

Es gibt Fächer, die bei der großen Mehrzahl der Studierenden im Hinblick auf den späteren Arztberuf "beliebter“ sind als andere und damit eine bessere Benotung erhalten. Jedoch können auch "unbeliebte“ Fächer durch einen guten didaktischen Aufbau an Zuspruch seitens der Studierenden gewinnen.

Die Mittelvergabe sollte in Zukunft noch stärker die Unterschiedlichkeit der Voraussetzungen gerade im klinischen Studienabschnitt bedenken.