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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

10.11. bis 12.11.2006, Köln

Der systemische und ökonomisch denkende Arzt: Realistische Ziel- oder Wunschvorstellung der ärztlichen Ausbildung?

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  • corresponding author Ulrich Stößel - Universität Freiburg, Abteilung für Medizinische Soziologie, Freiburg, Deutschland
  • author Jürgen von Troschke - Universität Freiburg, Abteilung für Medizinische Soziologie, Freiburg, Deutschland
  • author Mirjam Körner - Universität Freiburg, Abteilung für Medizinische Soziologie, Freiburg, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung - GMA. Köln, 10.-12.11.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06gma091

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gma2006/06gma091.shtml

Veröffentlicht: 23. Oktober 2006

© 2006 Stößel et al.
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Gliederung

Text

An der Universität Freiburg wurde die Abteilung. Medizinische Soziologie mit dem neuen Querschnittsbereich "Gesundheitsökonomie, …" betraut. Nach einer Übergangsphase im Jahre 2004 wurde erstmalig im SS 2005 ein zweiwöchiges Kurskonzept erprobt, das dann im SS 2006 unter Regelbedingungen mit geringen Modifikationen umgesetzt wurde.

Das Konzept setzt auf einen kontinuierlichen Wissens- und Kompetenzzuwachs der Studierenden für die Gegenstandsbereiche Gesundheitsökonomie, Gesundheitssystem, Öfftl. Gesundheitspflege, indem wesentliche Wissensbestandteile in Kleingruppen selbstständig erarbeitet und präsentiert werden, die Schwierigkeiten des Wissenstransfers und dessen Bedeutung für die (eigene) Urteilsbildung in Form einer Videoanalyse und einer selbst gestalteten gesundheitspolitisch ausgerichteten Talkshow erfahrbar gemacht werden und das bis dahin erworbene Wissen und Kontextverständnis in ein Hearing mit Experten aus dem Gesundheitssystem eingebracht werden.

Die abschließende Evaluation zeigt im Vergleich beider Studienjahre, dass bestimmte Elemente des Konzeptes sehr gut von den Studierenden angenommen wurden. Insbesondere der Eigenarbeitsanteil wurde als deutlich lernstimulierend erlebt.

Im SS 2005 konnte vom ersten Block zum zweiten Block aufgrund von konzeptuellen Änderungen eine deutliche Qualitätsverbesserung ausgemacht werden. Die Studierenden der beiden Blöcke des SS 2006 (n=240) gaben, insgesamt betrachtet, ein nahezu identisches Urteil ab.

Die bisherigen Erfahrungen bestärken uns in der Auffassung, dass es mit einem solchen Konzept möglich ist, Medizinstudierenden weniger oder gar nicht klinisch orientierte Fachinhalte wie Gesundheitsökonomie und Gesundheitssystem so näher zu bringen, dass ihr Kontextverständnis eine sachliche Beurteilung von Entwicklungen im Gesundheitswesen ermöglicht.