gms | German Medical Science

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

10.11. bis 12.11.2006, Köln

MEQ - angemessen und praktikabel?

Poster

Suche in Medline nach

  • corresponding author Katrin Peters - Universität Witten/Herdecke, Studiendekanat, Witten, Deutschland
  • author Chi Mi Scheible - Universität Witten/Herdecke, Studiendekanat, Witten, Deutschland
  • author Martin Rützler - Universität Witten/Herdecke, Studiendekanat, Witten, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung - GMA. Köln, 10.-12.11.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06gma085

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gma2006/06gma085.shtml

Veröffentlicht: 23. Oktober 2006

© 2006 Peters et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielf&aauml;ltigt, verbreitet und &oauml;ffentlich zug&aauml;nglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Ist der MEQ ein angemessenes und praktikables Prüfungsformat, um in der Vorklinik curriculumsnah medizinisches Wissen von Medizinstudierenden zu überprüfen?

MEQ (modified essay question test) bezeichnet ein schriftliches Prüfungsverfahren, das in den 60er Jahren vorgestellt und zunächst als Prüfungsform für Allgemeinärzte eingesetzt wurde. In den 80er Jahren wurde es in den USA für Medizinstudierende während der klinischen Ausbildung erprobt.

Seit 1995 ist der MEQ an der Universität Witten/Herdecke wesentlicher Bestandteil des Prüfungssystems [1]. Er wurde zunächst in verschiedenen Studienjahren begleitend zum Problemorientierten Lernen (POL) formativ eingesetzt. In einer MEQ-Prüfung werden anhand von mehreren Patientengeschichten offene Fragen aus unterschiedlichen Fächern zum klinischen Denken, Verständnis des geschilderten Patientenfalls und zu theoretischen Inhalten gestellt. Seit 2001 ersetzen drei dieser MEQ-Prüfungen gemeinsam mit zwei OSCE-Prüfungen das Erste Staatsexamen im Rahmen des Modellstudienganges.

Prüfungen sollten in Inhalt und Form dem Curriculum angepasst sein, da die Art der Prüfung wesentlich das Lernverhalten von Studierenden beeinflusst [2]. Schuwirth et. al. [3] haben fünf Kriterien herausgestellt, die die Vor- und Nachteile von Prüfungsformaten evaluieren sollen: Reliabilität, Validität, "educational impact“, Kosteneffizienz und Akzeptanz.

Wir wollen hier einerseits die MEQ-Prüfungen, wie sie im Modellstudiengang an der UW/H POL-begleitend eingesetzt werden, vorstellen. Andererseits wollen wir anhand der oben genannten Kriterien und der Erfahrung mit diesem Prüfungsformat in den letzten Jahren die Durchführbarkeit des MEQ evaluieren. Wir werden versuchen daraus abzuleiten, ob dieses Prüfungsformat, welches vor allem in der Korrektur aufwendig ist, auch für größere medizinische Fakultäten praktikabel sein kann.


Literatur

1.
Wild D, Rützler M, Haarhaus M, Peters K. Der Modified Essay Question (MEQ)-Test an der medizinischen Fakultät der Universität Witten/Herdecke. Med Ausbild. 1998;15:65-69.
2.
Feletti GI, Smith EK. Modified essay questions: are they worth the efford?. Med Educ. 1986;20(2):126-132.
3.
Schuwirth LWT, van der Vleuten CPM. ABC of learning and teaching in medicine. Written assessment. BMJ. 2003;326(7390):643-645.