gms | German Medical Science

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

10.11. bis 12.11.2006, Köln

Implementierung eines Standardisierten Patienten (SP)-Programms

Poster

  • corresponding author Irmgard Classen-Linke - RWTH Aachen, Institut für Anatomie, AIXTRA, Aachen, Deutschland
  • author Stefan Beckers - RWTH Aachen, Klinik für Anästhesiologie, AIXTRA, Aachen, Deutschland
  • author Michaela Weishoff-Houben - RWTH Aachen, Institut für Hygiene und Umweltmedizin, AIXTRA, Aachen, Deutschland
  • author Andrea Pirkl - RWTH Aachen, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Aachen, Deutschland
  • author Klaus Mathiak - RWTH Aachen, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Aachen, Deutschland
  • author Sasa Sopka - RWTH Aachen, Klinik für Anästhesiologie, AIXTRA, Aachen, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung - GMA. Köln, 10.-12.11.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06gma070

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gma2006/06gma070.shtml

Veröffentlicht: 23. Oktober 2006

© 2006 Classen-Linke et al.
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Gliederung

Text

Zur praxisorientierten Medizinerausbildung gehört neben dem Training praktischer Fertigkeiten wie z.B. Blutentnahme und Atemwegsmanagement (s. Beitrag Sopka et al. [1]) die Verbesserung des Interaktions- und Kommunikationsverhaltens.

Ziel des neu implementierten SP-Programms, das sich an das Konzept Medi-KIT der Universität Heidelberg anlehnt, ist das Üben einer strukturierten Anamneseerhebung. Zusätzlich sollen Studierende lernen, durch eine erfolgreiche Kommunikation die Compliance des Patienten zu verbessern.

Für verschiedene Krankheitsbilder wurden authentische Drehbücher von Ärzten der Anästhesiologie und Notfallmedizin, Psychiatrie und Umweltmedizin erstellt. Über Aushänge in Fachschaften, Anschreiben kleinerer Theater, Werbung beim Seniorenstudium und im Krankenpflegebereich wurden Schauspielerpatienten gewonnen, mit denen psychosomatisch schlüssige Charaktere mit entsprechenden Krankheitssymptomen einstudiert wurden. Die ersten standardisierten Patienten wurden ab WS 2005 in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Studentenunterricht des 10. Semesters eingesetzt. Weitere Rollen (Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems / Gastrointestinaltraktes, Umweltmedizin) kamen in der Zwischenzeit hinzu.

Erste Evaluationsergebnisse zeigten ein hohe Akzeptanz für den Einsatz von SP in der Psychiatrie. Nach Einsatz von SP beim Training kommunikativer Fähigkeiten im AIXTRA-SkillsLab wurden von den Studierenden übereinstimmend eine Verbesserung der Anamnese-Fähigkeiten angegeben und mehr Veranstaltungen mit SP gewünscht.

Aufgrund der positiven Resonanz der Studierenden sollen SP vermehrt regelmäßig eingesetzt werden, z.B. in Famulatur- sowie PJ-Vorbereitungskursen.


Literatur

1.
Sopka S, Beckers SK, Classen-Linke I, Piatkowski da Grzymala A. Famulatur Vorbereitungskurs im Skills Lab - AIXTRA Achen: Konzept und erste Erfahrungen. In: Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung - GMA. Köln, 10.-12.11.2006. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2006. Doc 06gma058. Zugänglich unter: http://www.egms.de/en/meetings/gma2006/06gma058.shtml.