gms | German Medical Science

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

10.11. bis 12.11.2006, Köln

Das Seminar "Ärztliche Basisfertigkeiten“: Praktisches Lernen & Arbeitsschutz

The seminar "medical skills" : Practical Learning & Occupational Health and Safety

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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung - GMA. Köln, 10.-12.11.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06gma057

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gma2006/06gma057.shtml

Veröffentlicht: 23. Oktober 2006

© 2006 Frenk et al.
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Gliederung

Text

Im Modellstudiengang Humanmedizin an der Universität Witten / Herdecke wird seit 2003 im 4. Semester ein Seminar "Ärztliche Basisfertigkeiten“ angeboten, mit dem die Ausbildung in den klinischen Blöcken vorbereitet wird. Ausgangspunkt für das Angebot war eine Veranstaltungsreihe im Praxisblock "Innere Medizin“ am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke. In diesem Programm sollten die Studierenden befähigt werden, Tätigkeiten zu erlernen, die zwar originär zum ärztlichen Tätigkeitsspektrum gehören, aber von Ärzten in der Regel nur selten ausgeführt werden, da häufig eine Delegation an Pflegende erfolgt (z.B. s.c. / i.m.-Injektionen, Legen von transurethralem Blasenkatheter oder Magensonde, Umgang mit Infusionen inkl. Zubereitung und Zumischen, Transfusionen, rektale Einläufe). Erweitert wurde das Programm um praktische Übungen, z.B. rückengerechtes Arbeiten, Hygiene, Arbeitssicherheit (z.B. Vermeidung von Nadelstichverletzungen), Vorgehen bei einem Arbeitsunfall. Ab dem Jahr 2004 wurden die arbeitsschutzrelevanten Themen durch Einbindung der Betriebsärztin der Studierenden abgedeckt. Hierdurch wurde eine gute Verknüpfung von praxisnahem Lernen und Berücksichtigung des Arbeitsschutzes bei den jeweiligen Tätigkeiten erreicht. Die Themen des Seminars wurden von den Studierenden mehrheitlich als sehr relevant bezeichnet, wenn auch im Hinblick auf den Inhalt die Meinungen der angehenden Ärztinnen und Ärzte deutlich auseinander gingen: während einige Studierende keine Notwendigkeit sahen, "pflegerische“ Tätigkeiten zu lernen, nahmen andere die Möglichkeit zum Üben eben dieser Tätigkeiten gern an. Die Verknüpfung von Praxis und Arbeitsschutz wurde von den Studierenden als sinnvoll erlebt - allerdings ist das Ineinandergreifen der beiden Bereiche nur gut zu lösen, wenn eine gute Abstimmung der Lehrenden über ihre Zuständigkeit erfolgt. Neben der Einbindung der Betriebärztin sollte auch eine Abstimmung mit dem Hygieniker erfolgen.