gms | German Medical Science

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

10.11. bis 12.11.2006, Köln

Evaluation praktischer Tätigkeiten in Lehrpraxen mit "Logbüchern“ im Reformstudiengang Medizin an der Charité

Vortrag

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  • corresponding author Dagmar Rolle - Charité - Universitätsmedizin Berlin, AG Reformstudiengang, Berlin, Deutschland
  • author Susanne Pruskil - Charité - Universitätsmedizin Berlin, Institut für Allgemeinmedizin, Berlin, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung - GMA. Köln, 10.-12.11.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06gma032

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gma2006/06gma032.shtml

Veröffentlicht: 23. Oktober 2006

© 2006 Rolle et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Im Reformstudiengang Medizin ist die Allgemeinmedizin bereits im ersten Studienabschnitt vom 2.-5. Semester mit 200 Unterrichtsstunden fest verankert. Die Studierenden hospitieren einmal wöchentlich in Lehrpraxen. Damit wird das Ziel verfolgt, das im Studium erlernte kognitive Wissen und die praktischen Kompetenzen vertiefend zu üben. Ob die Praxen den Anforderungen einer Lehrpraxis entsprechen wurde mittels eines "Profilbogens“ erhoben. Der Vergleich der Rückmeldungen über die Möglichkeiten praktische Kompetenzen zu üben, wies eine Diskrepanz zwischen den Lehrpraxen und den Studierenden auf. Um herauszufinden, was Studierende während des Praktikums tun, wurde ein "Logbuch“ eingeführt.

Methoden: Seit Sommer 2004 wird mittels eines strukturierten Fragebogens mit 21 Items auf einer siebenstufigen Likert-Skala die Einschätzung des Praktikums sowie die Handhabung des "Logbuches“ evaluiert. Zudem wird retrospektiv erfasst, welche Tätigkeiten wie häufig "gesehen“, "unter Anleitung“ und "selbstständig“ durchgeführt wurden.

Ergebnisse: Seit der Einführung des "Logbuches“ hat sich der Anteil der Durchführung praktischer Kompetenzen nachweislich verbessert. So gaben 2003 60% der Studierenden an, Anamnesen erheben zu können, nur 35% der Studierenden konnten selbstständig Untersuchungen durchführen. Nach der Einführung sind diese Angaben auf 81 bzw. 89% gestiegen. Die Dokumentation von Tätigkeiten scheint ein geeignetes Instrument zu sein, die Studierenden besser in den Praxisalltag einzubeziehen.

Schlussfolgerung: Das Logbuch scheint jedoch kein ausreichendes Instrument für eine Rückmeldung über den Lernfortschritt zu sein. Die Entwicklung eines geeigneten Prüfungsformates zur Anamnese – Untersuchung – Dokumentation steht im Mittelpunkt der Präsentation.