gms | German Medical Science

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

10.11. bis 12.11.2006, Köln

Sind Unikliniker bessere Ärzte?: Subgruppenvergleich "Unikliniker“ vs. "Non-Unikliniker“ in der UWH/CHE Alumni-Befragung 2005/06

Vortrag

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung - GMA. Köln, 10.-12.11.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06gma016

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gma2006/06gma016.shtml

Veröffentlicht: 23. Oktober 2006

© 2006 Schlett et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund:: Universitätskliniken haben andere Arbeitsbedingungen und –anforderungen an fertige Medizinstudenten als kommunale Krankenhäuser. Untersucht wurde, welche Auswirkungen eine erste Tätigkeit an Universitätskliniken auf die weitere berufliche und persönliche Entwicklung hatten und ob sich die Bewertung des Studiums durch die unterschiedlichen Arbeitsanforderungen unterschied.

Methoden: Die Universität Witten/Herdecke hatte in Kooperation mit dem Centrum für Hochschulentwicklung 2005/06 eine Alumni-Befragung (58%Rücklauf, N=264) durchgeführt. Eine der 35 quantitativen und qualitativen (6-Punkte-Likert-Skala, 1=“sehr gut“, 6=“sehr schlecht“) Fragen war "In welchem Bereich war Ihre erste Tätigkeit?“. Die Antworten wurden in die beiden Subgruppen "Unikliniker“ (UK;35%, N=89) und "Non-Unikliniker (NUK;65%, N=164) unterteilt.

Ergebnisse: Die Subgruppen "UK“ und "NUK“ sind hinsichtlich Studiumsdauer, Alter und Verteilung über die Jahrgänge vergleichbar. Dagegen sind die "UK“ mehr Männer (65% vs. 44%), haben weniger Kinder (1,41 vs. 1,84) und sind eher ledig (33% vs. 22%). "UK“ waren im Studium mehr und länger im Ausland (65% vs. 44%, 10 vs. 8 Monate). Die Subgruppen bewerteten Aspekte und Kompetenzvermittlung im Studium gleich gut (Δ< 0,2; Likert). Die Berufsanforderungen der "UK“ waren erhöht, besonders im Bereich „Problemlösefähigkeit/Analytischem Denken“ (Δ= 0,4), "Betriebswirtschaftliche Kenntnisse“ (Δ =0,5) und "Forschungskompetenz“ (Δ= 0,7). "UK“ waren häufiger promoviert und im Beruf viel mehr wissenschaftlich tätig (81% vs. 37%). "UK“ waren deutlich mehr im Ausland tätig (39% vs..20%).

Zusammenfassung: Die Studiumsevaluation beider Subgruppen zeigt keine deutlichen Unterschiede. Die Arbeitsanforderungen werden von den "UK“ sinngemäß erhöht bewertet. Interessante Unterschiede bestehen in der Entwicklung des Familienlebens sowie im Bezug zum Ausland.