gms | German Medical Science

Qualität der "Neuen" Lehre in der Medizin
Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

04.11. bis 06.11.2005, Münster

Wie objektiv bewerten studentische Tutoren Studierende bei einer OSCE?

Vortrag

  • corresponding author presenting/speaker Jean-Francois Chenot - Georg-August Universität Göttingen, Abteilung Allgemeinmedizin, Göttingen, Deutschland
  • Alexandra Koch
  • author Thomas Fischer - Georg-August Universität Göttingen, Abteilung Allgemeinmedizin, Göttinge, Deutschland
  • author Anne Simmenroth-Nayda - Georg-August Universität Göttingen, Abteilung Allgemeinmedizin, Göttingen, Deutschland
  • Martin Scherer
  • author Birgit Emmert - Georg-August Universität Göttingen, Abteilung Arbeits- und Sozialmedizin, Göttingen, Deutschland
  • author Michael M. Kochen - Georg-August Universität Göttingen, Abteilung Allgemeinmedizin, Göttingen, Deutschland

Qualität der "Neuen" Lehre in der Medizin. Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung - GMA. Münster, 04.-06.11.2005. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2005. Doc05gma108

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gma2005/05gma108.shtml

Eingereicht: 15. Juli 2005
Veröffentlicht: 26. Oktober 2005

© 2005 Chenot et al.
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Gliederung

Plenum

Die Objective Structured Clinical Examination (OSCE) wird als Prüfungsform in Deutschland immer populärer. Ihrer Verbreitung steht jedoch der hohe Personalbedarf bei der Durchführung entgegen. Die Prüfung von Studierenden durch studentische Tutoren höherer Semester könnte eine Problemlösung darstellen. Zur Klärung der Reliabilität dieses Vorgehens wurde diese Studie durchgeführt.

Methode: An vier Stationen einer interdisziplinären OSCE wurden eine Bewertung nach Checkliste (CL) und eine Globalbeurteilung (GB) gleichzeitig durch einen Arzt und einen Tutor durchgeführt. Alle Rater erhielten ein Ratertraining. Die Korrelation der Bewertung wurde mit dem Pearson-Korrelationskoeffizienten ermittelt und die Durchschnittsbewertung mit dem t-Test verglichen.

Ergebnis: 213 Studierende nahmen an der OSCE teil. Im Durchschnitt zeigten sich keine signifikanten Unterschiede zwischen den Bewertungen durch Ärzte und studentischen Tutoren. Die Korrelation der CL-Beurteilung lag zwischen 0,42 und 0,68, die der GB zwischen 0,64 und 0,72; bei der Gesamtnote lag der Koeffizient zwischen 0,62 und 0,8.

Diskussion: Die Bewertung einer OSCE durch Studierende unterscheidet sich nicht von der durch Ärzte. Die gute bis sehr gute Korrelation bei der Gesamtnote bei mässiger Korrelation der CL weist auf einen Überarbeitungsbedarf bei der bei den Checklisten hin. Unsere Ergebnisse sprechen dafür, studentische Tutoren höherer Semester zur Bewertung von Studierenden einzusetzen.