gms | German Medical Science

Qualität der "Neuen" Lehre in der Medizin
Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

04.11. bis 06.11.2005, Münster

Medizinische Ausbildung und der Bologna Prozess

Vortrag

Qualität der "Neuen" Lehre in der Medizin. Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung - GMA. Münster, 04.-06.11.2005. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2005. Doc05gma027

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gma2005/05gma027.shtml

Eingereicht: 15. Juli 2005
Veröffentlicht: 26. Oktober 2005

© 2005 Gerke et al.
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Gliederung

Workshop

Im Oktober 2004 wurde von der Gesellschaft für medizinische Ausbildung der Ausschuss "Medizinische Ausbildung und der Bologna Prozess" gegründet. In einem schriftlichen Konsensus-Prozess haben dessen Mitglieder wesentliche Aspekte des Bologna Prozesses im Hinblick auf ihre mögliche Umsetzung in der medizinischen Ausbildung analysiert:

Viele Elemente der Bologna Deklaration können in der medizinischen Ausbildung sinnvoll umgesetzt werden. Ein problematischer Punkt ist jedoch die Einführung eines zweistufigen Systems (Bachelor /Master). Hier bestehen noch viele offene Fragen und das Risiko, die durch die Studienreform erreichte bessere Integration von vorklinischen und klinischen Inhalten zu verlieren. Zusätzlich besteht für die medizinische Ausbildung die besondere Problematik, dass die begonnenen Reformen vor ihrer eigentlichen Konsolidierung von einer zweiten Reformwelle erfasst werden könnten. Die Gefahr, dass dies zu einer Überforderung der Ressourcen und zu erheblichem Unwillen in den Fakultäten führt erscheint hoch.

Dennoch bietet das Bologna Modell auch Chancen für die medizinische Ausbildung. Zu nennen sind hier vor allem eine Flexibilisierung und stärker individuelle Ausrichtung des Studiums, eine Erhaltung studentischer Mobilität angesichts divergierender Reform-Curricula und eine Verbreiterung des Kompetenzprofils der Absolventen, durch welche sie besser auf ihre Arbeit in einem zunehmend interprofessionell vernetzten Gesundheitswesen vorbereitet würden.