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Forum Medizin 21, 45. Kongress für Allgemeinmedizin und Familienmedizin

Paracelsus Medizinische Privatuniversität in Zusammenarbeit mit der Deutschen, Österreichischen und Südtiroler Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin

22.09. - 24.09.2011, Salzburg, Österreich

Führung und Zusammenarbeit am Lehrbereich Allgemeinmedizin der LMU München: trotz erschwerter Bedingungen gute Noten

Meeting Abstract

  • corresponding author presenting/speaker Jörg Schelling - Lehrbereich Allgemeinmedizin der LMU, München, Deutschland
  • Susanne Braun - LMU Center for Leadership and People Management, München, Deutschland
  • Albrecht Stein - Lehrbereich Allgemeinmedizin der LMU, München, Deutschland
  • Albert Standl - Lehrbereich Allgemeinmedizin der LMU, München, Deutschland
  • Ulf Schelling - Lehrbereich Allgemeinmedizin der LMU, München, Deutschland

45. Kongress für Allgemeinmedizin und Familienmedizin, Forum Medizin 21. Salzburg, 22.-24.09.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11fom177

DOI: 10.3205/11fom177, URN: urn:nbn:de:0183-11fom1777

Veröffentlicht: 14. September 2011

© 2011 Schelling et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund: „Zusammenarbeitskultur“ – Das Projekt

Anders als viele kommerzielle Organisationen haben deutsche Universitäten die Förderung professioneller Mitarbeiterführung und Zusammenarbeit bisher eher vernachlässigt Das Projekt „Zusammenarbeitskultur“ dient dazu, die Stärken und Entwicklungspotenziale hinsichtlich Führung und Zusammenarbeit in universitären Arbeitsgruppen zu analysieren und den Entwicklungsprozess zu begleiten. Die Kooperation mit dem Lehrbereich Allgemeinmedizin basiert, wie nachfolgend dargestellt, auf dieser wissenschaftlich fundierten Analyse.

Material und Methoden: Die Analysen basieren auf einer zweiteiligen schriftlichen Befragung der zwei Lehrbereichsleiter, 13 Lehrbeauftragen und der Assistenz des Lehrbereichs Allgemeinmedizin an der LMU München (davon 14 männlich, 2 weiblich). Die Beteiligung war zu beiden Zeitpunkten gut mit Rücklaufquoten von 87,5% (Teil 1) und 75,0% (Teil 2). Die Befragung am Lehrbereich Allgemeinmedizin verlief in fünf Schritten

1.
Information und Konzeption
2.
Befragung
3.
Datenanalyse und Aufbereitung
4.
Ergebnispräsentation und Diskussion
5.
Förderung

Die auch in anderen Führungsstrukturen bereits verwendeten und validierten Fragebögen wurden vom LMU Center for Leadership and Peoplemanagement erstellt und ausgewertet. Diese Auswertung geschah ausserhalb der Lehrbereichsstrukturen

Ergebnisse: Die Ergebnisse der durchgeführten Analysen vermitteln insgesamt ein ausgesprochen positives Bild der Führung und Zusammenarbeit innerhalb des Lehrbereichs Allgemeinmedizin. Besonders die Einschätzungen hinsichtlich der Lehrbereichsleiter sowie die Angaben der individuellen Motivation zur Arbeit am Lehrbereich prägen das positive Bild. Es werden zwei Ansatzpunkte für eine weitergehende Förderung am Lehrbereich offensichtlich: [1] die Stärkung konstruktiver Kritik untereinander und [2] der Austausch zur individuellen Zufriedenheit mit Arbeitsbedingungen und beruflicher Förderung. Die Ergebnisse beziehen sich auf die Arbeit innerhalb des Lehrbereichs und auf die Zusammenarbeit mit den anderen universitären Fächern und Strukturen.

Schlussfolgerung/Implikation: Trotz der positiven Ergebnisse innerhalb der Kerngruppe der Lehrbeauftragten am Lehrbereich Allgemeinmedizin der LMU München bleibt die Zusammenarbeit mit den bestehenden Hochschulinstitutionen an den kleineren Lehrbereichen eine Herausforderung.

Neben strukturellen Maßnahmen gehört auch eine Auseinandersetzung mit den einmaligen Eigenschaften der hausärztlichen Lehrstrukturen und Organisationsformen zu den notwendigen Professionalisierungsschritten. Der Lehrbereich Allgemeinmedizin hat durch dieser Projekt Schwächen und Fehler in den Arbeits- und Kommunikationsabläufen innerhalb des Lehrbereichs und inneruniversitär erkannt hat begonnen Verbesserungen vorzunehmen. Andere Lehrbereich ohne Leitung durch einen Lehrstuhl sollen durch das Projekt angeregt werden Ihre Führungsstruktur und interne und externe Kommunikationsabläufe zu professionalisieren.


Literatur

1.
Baum E, Ehrhardt M. Sektionsbericht Studium und Hochschule 2010. Z Allg Med. 2010;86:343–4.
2.
Peus C, Braun S, Weisweiler S, Frey D. Kompetent führen, führend forschen? OrganisationsEntwicklung. 2010;29:38-45.