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Forum Medizin 21, 45. Kongress für Allgemeinmedizin und Familienmedizin

Paracelsus Medizinische Privatuniversität in Zusammenarbeit mit der Deutschen, Österreichischen und Südtiroler Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin

22.09. - 24.09.2011, Salzburg, Österreich

DFG-Nachwuchsakademie Versorgungsforschung – Konzept – Ablauf – Teilnehmerrückmeldungen

Meeting Abstract

  • author presenting/speaker Martin Scherer - Institut für Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg, Deutschland
  • author Dagmar Lühmann - Institut für Sozialmedizin, Universität Lübeck, Lübeck, Deutschland
  • author Hanna Kaduszkiewicz - Institut für Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hambrug, Deutschland
  • author Bettina Villmann - Institut für Sozialmedizin, Universität Lübeck, Lübeck, Deutschland
  • corresponding author Meike Thiele - Institut für Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg, Deutschland
  • author Heiner Raspe - Seniorprofessur für Bevölkerungsmedizin, Universität Lübeck, Lübeck, Deutschland

45. Kongress für Allgemeinmedizin und Familienmedizin, Forum Medizin 21. Salzburg, 22.-24.09.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11fom054

DOI: 10.3205/11fom054, URN: urn:nbn:de:0183-11fom0543

Veröffentlicht: 14. September 2011

© 2011 Scherer et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund: Trotz einer nennenswerten Förderung können relevante Fragestellungen der Versorgungsforschung nicht bearbeitet werden, weil es an qualifizierten jüngeren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern fehlt.

Material und Methoden: Anfang Dezember 2010 fand die erste Phase der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) neu eingerichteten Nachwuchsakademie Versorgungsforschung in den Instituten für Sozialmedizin und Krebsepidemiologie der Universität zu Lübeck statt. Durch sie sollen interessierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler, die sich mit Fragen der Versorgungsforschung beschäftigen, in einem frühen Stadium ihrer Karriere gefördert werden, indem sie frühzeitig eigene Forschungsfragen formulieren und an die erste eigene Drittmitteleinwerbung herangeführt werden. Auf dem Kongress möchten wir über Hintergrund, Konzept, Umsetzung und Zukunft des Projekts berichten.

Ergebnisse: Interessenten mussten sich mit einer Projektskizze bewerben und entweder promoviert bzw. kurz vor Abgabe ihrer Dissertation sein. Nach breiter Ausschreibung gingen 120 Bewerbungen ein, von denen 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einem aufwändigen Begutachtungsprozess ausgewählt wurden. Die vorgeschlagenen Projektthemen wiesen ein breites Spektrum auf und umfassten u. a. Fragestellungen zum Versorgungszugang und Schnittstellen bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen, zur Qualitätsförderung in Praxen (z.B. Evaluation von Disease-Management-Programmen) oder zu Zielvereinbarungen in der Rehabilitation. Ein besonderes versorgungswissenschaftliches Interesse galt Personen mit Migrationshintergrund. Die fünftägige Nachwuchsakademie hatte zwei Arbeitsschwerpunkte: Zum Einen hatten die Teilnehmer Gelegenheit, ihre Projektskizzen vorzustellen, mit Experten zu diskutieren und in interaktiver Kleingruppenarbeit weiter zu entwickeln. Zum Anderen gaben renommierte Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland in Vorträgen und Diskussionen Einblick in aktuelle konzeptionelle und methodische Entwicklungen der Versorgungsforschung. Das unmittelbar nach der Veranstaltung eingeholte Feedback der Teilnehmer signalisierte, dass insbesondere die supervidierte Arbeit an der eigenen Projektskizze als hilfreich empfunden wurde.

Schlussfolgerung/Implikation: Im Nachgang zur Veranstaltung haben die Teilnehmer nun Gelegenheit, ihren Forschungsantrag zu finalisieren und als Sachbeihilfeantrag bei der DFG einzureichen. In einem Jahr werden die Kandidatinnen und Kandidaten zu einem Alumni-Treffen eingeladen. Anfang 2012 soll eine zweite DFG-Nachwuchsakademie stattfinden.