gms | German Medical Science

Symposium E-Learning: Aktueller Stand und Chancen in der Allgemeinmedizin

Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main

08.07. bis 09.07.2005, Frankfurt am Main

Allgemeinmedizinische Fälle für Vorkliniker: e-Version im Vergleich zu Präsenzlehre

Poster

  • corresponding author Andreas C. Sönnichsen - Abteilung für Allgemeinmedizin , Präventive und Rehabilitative Medizin, Philipps-Universität Marburg, Marburg, Deutschland
  • S. Höper - Abteilung für Allgemeinmedizin , Präventive und Rehabilitative Medizin, Philipps-Universität Marburg, Marburg, Deutschland
  • N. Donner-Banzhoff - Abteilung für Allgemeinmedizin , Präventive und Rehabilitative Medizin, Philipps-Universität Marburg, Marburg, Deutschland
  • E. Baum - Abteilung für Allgemeinmedizin , Präventive und Rehabilitative Medizin, Philipps-Universität Marburg, Marburg, Deutschland

Symposium E-Learning: Aktueller Stand und Chancen in der Allgemeinmedizin. Frankfurt, 08.-09.07.2005. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2005. Doc05elearn23

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/elearn2005/05elearn23.shtml

Veröffentlicht: 30. Juni 2005

© 2005 Sönnichsen et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund:

Die neue Approbationsordnung fordert die interdisziplinäre Integration klinischer Aspekte in das vorklinische Studium und stärkt die Bedeutung der allgemeinmedizinischen Ausbildung von Medizinstudenten. Dies soll zum einen dazu beitragen, dem Studenten den Zusammenhang zwischen den vorklinischen und klinischen Fächern zu verdeutlichen. Zum anderen gelingt es so, das für den Studenten oft praxisfern wirkende vorklinische Studium zu bereichern und das Fundament für eine allgemeinmedizinische Wissensgrundlage zu schaffen. Bei begrenzten Resourcen für die allgemeinmedizinische Lehre stellt sich die Frage nach alternativen Umsetzungsmöglichkeiten.

Fragestellung:

Können durch ein online-teaching-Programm klinische Lehrinhalte ins vorklinische Studium integriert werden? Wie ist die Akzeptanz für solch ein Programm bei den Studenten? Wie ist der Lernerfolg im Vergleich zur Vermittlung der gleichen Lehrinhalte in der Präsenzlehre?

Methodik:

Entwicklung eines online-Programms bestehend aus 12 allgemeinmedizinischen Fällen unter besonderer Betonung des Zusammenhangs zwischen Klinik und vorklinischen Fächern (z.B. Fall Hypertonie - Physiologie, Biochemie und Pathophysiologie/Pathobiochemie der Blutdruckregulation). Dem Studenten soll hier in einem interdisziplinären Ansatz problemorientiertes Lernen ermöglicht werden. Hierzu eignet sich das elektronische Lernmedium in besonderer Weise, da es die Vernetzung von Lerninhalten nach den individuellen Bedürfnissen des Lernenden ermöglicht.

Gleichzeitig werden dieselben Lehrinhalte für eine Präsenzveranstaltung (1 SWS) ausgearbeitet. 60 freiwillige Medizinstudenten der Philipps-Universität Marburg aus dem 2. - 4. vorklinischen Semester werden randomisiert je zur Hälfte dem online-Programm oder der Präsenzveranstaltung zugeteilt. Am Ende der Veranstaltung findet für alle eine Erfolgskontrolle statt. Zusätzlich werden beide Lehrmethoden mittels Interview und Fragebogen evaluiert.

Relevanz:

e-learning-Methodik bietet sich an, um anschaulich klinische Lehrinhalte in die Vorklinik einzubringen, da es oft nicht praktikabel ist, die Studenten bereits in ausreichendem Umfang in die Patientenversorgung zu integrieren. Sollte sich ein e-learning-Programm als der Präsenzlehre überlegen oder zumindest gleichwertig erweisen, wäre damit ein für den Studenten interessantes und effektives Lehrmittel entwickelt, das weiter ausgebaut werden kann ohne die sehr begrenzten zeitlichen Resourcen auf Seite der Lehrenden in dem Maße zu beanspruchen wie es bei ausschließlicher Präsenzlehre der Fall wäre.