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Komplexe Interventionen – Entwicklung durch Austausch: 13. Jahrestagung des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin

Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e. V.

15.03. - 17.03.2012, Hamburg

PalliPA: Verbesserung der häuslichen Versorgung von Palliativpatienten durch Unterstützung pflegender Angehöriger (Förderung durch BMBF, FKZ 01GX1046, Laufzeit: 05/11-04/14)

Meeting Abstract

  • corresponding author presenting/speaker Katja Hermann - Universitätsklinikum Heidelberg, Abt. Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung, Heidelberg, Deutschland
  • author Regine Bölter - Universitätsklinikum Heidelberg, Abt. Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung, Heidelberg, Deutschland
  • author Peter Engeser - Universitätsklinikum Heidelberg, Abt. Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung, Heidelberg, Deutschland
  • author Joachim Szecsenyi - Universitätsklinikum Heidelberg, Abt. Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung, Heidelberg, Deutschland
  • author Frank Peters-Klimm - Universitätsklinikum Heidelberg, Abt. Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung, Heidelberg, Deutschland

Komplexe Interventionen – Entwicklung durch Austausch. 13. Jahrestagung des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin. Hamburg, 15.-17.03.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12ebm117

DOI: 10.3205/12ebm117, URN: urn:nbn:de:0183-12ebm1177

Veröffentlicht: 5. März 2012

© 2012 Hermann et al.
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Gliederung

Text

Zielsetzung: In enger Zusammenarbeit mit Hausarztpraxen werden praxisbezogene Interventionen zur Identifizierung und Entlastung pflegender Angehöriger (PA) entwickelt und pilotiert. Die Studie überprüft, inwieweit sich Entlastungsangebote in der Praxis dauerhaft umsetzen lassen und soll abschätzen, welche Effekte bei der Belastung der PA und der Lebensqualität der Patienten durch solche Interventionen zu erwarten sind.

Methoden: Entwicklung: Bereits bestehende Konzepte zu Identifizierung und Entlastung PA werden in Fokusgruppen mit Praxisteams (Hausärzte mit Zusatzbezeichnung Palliativmedizin und deren Medizinische Fachangestellte) erhoben und mit in der Literatur beschriebenen Konzepten zu einem umfassenden Interventionskatalog zusammengefasst. Besondere Berücksichtigung erfährt die Leitlinie „Pflegende Angehörige“ der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin. Niedrigschwellige Interventionen werden sukzessiv in den Praxen implementiert und auf Machbarkeit überprüft. Dazu tauschen sich die Praxisteams als aktive Akteure bei der Interventionsentwicklung bei regelmäßigen Treffen über Barrieren bei der Implementierung aus. Für eine Breitenimplementierung ungeeignete und aufwändige Interventionen können so identifiziert werden.

Pilotstudie: Die Pilotstudie dient der Abschätzung von Interventionseffekten auf PA und Patienten, die gegebenenfalls in einer nachfolgenden Studie hinsichtlich Wirksamkeit belegt würden. Die Auswirkungen auf die subjektiv wahrgenommene Belastung der PA und die Lebensqualität der Patienten werden mit der Häuslichen Pflegeskala und dem Quality of Life Questionnaire Core 15 Palliative zu drei Zeitpunkten erfasst (Baseline: vor bzw. zu Beginn der Implementierung, Follow-up nach 6 und 12 Monaten).