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Komplexe Interventionen – Entwicklung durch Austausch: 13. Jahrestagung des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin

Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e. V.

15.03. - 17.03.2012, Hamburg

Validierung einer Checkliste zur Berichterstattung komplexer Interventionen

Meeting Abstract

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  • corresponding author presenting/speaker Ralph Möhler - Universität Witten/Herdecke, Fakultät für Gesundheit, Department für Pflegewissenschaft, Witten, Deutschland
  • author Sascha Köpke - Universität Lübeck, Institut für Sozialmedizin, Sektion für Forschung und Lehre in der Pflege, Lübeck, Deutschland
  • author Gabriele Meyer - Universität Witten/Herdecke, Fakultät für Gesundheit, Department für Pflegewissenschaft, Witten, Deutschland

Komplexe Interventionen – Entwicklung durch Austausch. 13. Jahrestagung des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin. Hamburg, 15.-17.03.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12ebm102

DOI: 10.3205/12ebm102, URN: urn:nbn:de:0183-12ebm1025

Veröffentlicht: 5. März 2012

© 2012 Möhler et al.
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Gliederung

Text

Zielsetzung: Zahlreiche Studien im Gesundheitswesen untersuchen „komplexe Interventionen“. Diese bestehen aus mehreren Teilkomponenten, die sich gegenseitig beeinflussen bzw. bedingen. Eine aussagekräftige Berichterstattung über alle Phasen der Entwicklung, Exploration und Evaluation einer komplexen Intervention ist Voraussetzung für die Entscheidung über deren Umsetzbarkeit. Da die Qualität der Berichterstattung über komplexe Intervention in Originalarbeiten unbefriedigend ist, haben wir kürzlich eine 16 Kriterien umfassende Checkliste vorgeschlagen. Ziel des hier berichteten Projektes ist die Validierung dieser Checkliste und die neuerliche systematische Deskription der Qualität der Berichterstattung.

Methoden: Mittels systematischer Literaturrecherche in PubMed (11/2011) wurden Studien zur Evaluation komplexer Intervention einbezogen, die sich explizit auf das vom UK Medical Research Council (MRC) vorgeschlagene Modell zu deren Entwicklung und Evaluation beziehen [1]. Die Suche mit mehreren Schlagwörtern zu komplexen Interventionen und dem MRC Modell wurde auf die letzten 10 Jahre sowie deutsche und englische Sprache limitiert und ergab 144 Referenzen. Die Auswahl der Studien wurde von zwei Personen unabhängig voneinander durchgeführt. Zehn Publikationen konnten eingeschlossen werden. Weitere zugehörige Publikationen werden durch „snowballing“ Techniken und persönlichen Kontakt mit den Autoren identifiziert. In einem nächsten Schritt werden anhand der Checkliste die Daten aus den Publikationen von zwei unabhängigen Untersuchern extrahiert. Die Checkliste wird auf Machbarkeit, zeitlichen Aufwand und Interrater-Reliabilität untersucht. Die Analyse der Publikationen wird neben der Validität der Checkliste offenlegen, inwieweit Autoren, die angeben, ihre Intervention gemäß des MRC Modells entwickelt zu haben, den Anspruch auf eine transparente Berichterstattung einlösen. Die Ergebnisse werden auf dem Kongress präsentiert.


Literatur

1.
Craig P, Dieppe P, Macintyre S, Michie S, Nazareth I, Petticrew M; Medical Research Council Guidance. Developing and evaluating complex interventions: the new Medical Research Council guidance. BMJ. 2008;337:a1655.