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EbM – ein Gewinn für die Arzt-Patient-Beziehung?
Forum Medizin 21
11. EbM-Jahrestagung

Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e. V.

25.02. - 27.02.2010, Salzburg, Österreich

Der Arzt im Spannungsfeld zwischen Patienteninteresse und Leitlinie

Meeting Abstract

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  • corresponding author Jann Schlimme - Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie II, Christian-Doppler-Klinik, Salzburg, Österreich
  • Friedrich M. Wurst - Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie II, Christian Doppler Klinik, Salzburg, Österreich

EbM – ein Gewinn für die Arzt-Patient-Beziehung?. Forum Medizin 21 der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität & 11. EbM-Jahrestagung des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin. Salzburg, 25.-27.02.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10ebm043

DOI: 10.3205/10ebm043, URN: urn:nbn:de:0183-10ebm0439

Veröffentlicht: 22. Februar 2010

© 2010 Schlimme et al.
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Gliederung

Text

Die ärztliche Behandlung gewinnt durch die Absichten, Wünsche und Ziele des Patienten, die dieser in die Behandlung mitbringt, Perspektive und Richtung. Um diese Ziele in die Behandlung einfließen zu lassen, benötigt es beispielsweise im psychiatrisch-suchtmedzinischen Kontext eine partnerschaftliche Beziehung zwischen dem Arzt und seinem Patienten. Dabei ist das Ziel der ärztlichen Behandlung auch in der Suchtmedizin nicht ausschliesslich eine Gesundheit im medizinischen Sinne, sondern eine Gesundheit auch aus der Sicht des Betroffenen. Um im damit sich eröffnenden Feld zwischen Patienteninteresse und Behandlungsleitlinie vermitteln zu können, kann es für den behandelnden Arzt erforderlich werden, seinerseits Behandlungsziele zu formulieren, die Leitlinien potentiell übergeordnet sind. Diesbezüglich werden verschiedene Ansätze (z.B. Value-Based-Medicine, Fulford) am Beispiel der Suchterkrankungen vorgestellt und fallbezogen diskutiert.