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104. Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft e. V. (DOG)

21. - 24.09.2006, Berlin

Unterschiede in Dichte und räumlicher Verteilung des makulären Pigmentes bei Angehörigen verschiedener ethnischer Gruppen

Race associated macular pigment density and macular pigment distribution

Meeting Abstract

  • U. Wolf-Schnurrbusch - Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Inselspital, Bern, Schweiz
  • K. Höhne - Augenklinik der Charité – Universitätsmedizin Berlin, Campus Benjamin Franklin, Berlin, Deutschland
  • C. Brinkmann - Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Inselspital, Bern, Schweiz
  • N. Röösli - Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Inselspital, Bern, Schweiz
  • E. Weyermann - Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Inselspital, Bern, Schweiz
  • M. Heldner - Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Inselspital, Bern, Schweiz
  • S. Wolf - Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Inselspital, Bern, Schweiz

Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft e.V.. 104. Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG). Berlin, 21.-24.09.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06dogP039

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dog2006/06dog561.shtml

Veröffentlicht: 18. September 2006

© 2006 Wolf-Schnurrbusch et al.
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Gliederung

Text

Ziel

Prospektive Studie zum Vergleich der makulären Pigmentdichte (MPD) und der Verteilung des makulären Pigmentes (MP) bei Angehörigen verschiedener ethnischer Gruppen.

Methode

Einschlusskriterien: gesunde Probanden, Alter 30-49 Jahre (Mittel: 42,5±4 Jahre), Visus ≥1,0 sowie eine phänotypisch sichere ethnische Zuordnung. Untersucht wurden der bestkorrigierte ETDRS-Visus; die MPD und die MP-Verteilung mittels eines modifizierten konfokalen Scanning Laserophthalmoskopes.

Ergebnisse

147 Probanden (74m, 73w) im Alter von 35-49 Jahren (Mittel: 40±6 Jahre) wurden in diese prospektive Studie eingeschlossen. Von diesen Probanden wurden 67 (45%) dem kaukasischen, 51 (35%) dem schwarzafrikanischen und 29 (20%) dem asiatischen Phänotyp zugeordnet. Es fanden sich keine statistisch signifikanten Unterschiede der MPD zwischen der schwarzafrikanischen (MPD: 0.59±0.14 D.U.) und der asiatischen ethnischen Gruppe (MPD: 0.57±0.21 D.U.). Aber es fanden sich statistisch signifikant höhere Werte dieser beiden Gruppen im Vergleich zur ethnischen Gruppe der Kaukasier (MPD: 0,36±0,13 D.U vs.). Die räumliche Verteilung des MPs zeigte zwei unterschiedliche Muster, zum einen den zentralen Peak und zum anderen den parafovealen Ring. Ein parafovealer Ring fand sich statistisch signifikant häufiger bei Angehörigen der schwarzafrikanischen (86%) und bei Angehörigen der asiatischen ethnischen Gruppe (72%) im Vergleich zur ethnischen Gruppe der Kaukasiern (69%). Hinsichtlich des Geschlechts oder des Alters gab es keine Unterschiede zwischen den Gruppen.

Schlussfolgerungen

Mögliche Effekte der genetisch bedingten unterschiedlichen Dichtewerte und Verteilung des makulären Pigmentes bedürfen weiterer Studien.