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104. Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft e. V. (DOG)

21. - 24.09.2006, Berlin

Biologische Grundlagen der Neurodegeneration und Mechanismen der Apoptose beim Glaukom

Meeting Abstract

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  • C. Vorwerk - Universitäts-Augenklinik Magdeburg

Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft e.V.. 104. Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG). Berlin, 21.-24.09.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06dogFR.11.02

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dog2006/06dog236.shtml

Veröffentlicht: 18. September 2006

© 2006 Vorwerk.
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Gliederung

Text

Das Konzept der Neurodegeneration ist in den letzten Jahren Gegenstand zahlreicher tierexperimenteller Untersuchungen bei der glaukomatösen Optikusatrophie geworden. Mit dieser Erkenntnis wird im Rahmen einer neuroprotektiven Behandlungsstrategie der physiologische Funktionserhalt zellulärer Strukturen bei neurodegenerativen Erkrankungen verfolgt. Dabei ist nicht das primäre Ereignis, welches zum Zelltod führt von ausschlaggebender Bedeutung (z.B. traumatisch oder ischämisch), sondern vielmehr der durch die sekundäre Schädigung verursachte Zelltod Hauptangriffspunkt der Intervention. Ziel ist dabei nicht nur der morphologische Erhalt retinaler Strukturen, sondern vor allem der Funktionserhalt der Zellen. Das Referat wird auf die Pathophysiologie der Apoptose und der Rolle von Kaspasen eingehen. Es wird der aktuelle Stand des Wissens über neurodegenerative Grundlagenforschung, von Behandlungsstrategien und deren klinische Relevanz zusammengefaßt. Verschiedene neuroprotektiv wirkende Substanzen werden vorgestellt und auf laufende klinische Studien verwiesen. Weiterhin wird eine neue Methode zur in vivo Mikroskopie vorgestellt, die eine Quantifizierung retinaler Ganglienzellen im Tiermodell erlaubt. Dadurch kann in ein und demselben Tier ein zeitlicher Verlauf der retinalen Ganglienzelldegeneration untersucht werden. Die gleichzeitige Ableitung elektrophysiologischer Meßparameter wird in Zukunft noch genauere Erkenntnisse retinaler Degeneration, sowie neue Erkenntnisse neuroprotektiver Intervention liefern.