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104. Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft e. V. (DOG)

21. - 24.09.2006, Berlin

Dosis-abhängige Effekte des Transient Receptor Potenzial Kanal TRPM8 selektiven Agonisten Icilin auf den Calcium Influx in humanen Hornhautzellen

Dose-dependent effects of the transient receptor potential channel TRPM8 selective agonist icilin on calcium influx in human corneal cells

Meeting Abstract

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  • S. Mergler - Charité – Universitätsmedizin Berlin, Campus Virchow-Klinikum, Augenklinik, Berlin
  • P. Reinach - SUNY, College of Optometry, Biological Sciences, New York, USA
  • H. Yang - SUNY, College of Optometry, Biological Sciences, New York, USA
  • U. Pleyer - Charité – Universitätsmedizin Berlin, Campus Virchow-Klinikum, Augenklinik, Berlin

Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft e.V.. 104. Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG). Berlin, 21.-24.09.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06dogDO.09.13

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dog2006/06dog078.shtml

Veröffentlicht: 18. September 2006

© 2006 Mergler et al.
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Gliederung

Text

Ziel

TRPM8 ist ein nicht-selektiver Kationenkanal der TRP-Familie, der durch kühlende Substanzen (Menthol, Icilin) aktiviert wird und zu einem Anstieg der intrazellulären Calciumkonzentration ([Ca2+]i) führt. Bis heute ist nicht klar, welche funktionelle Bedeutung dieser Ionenkanal in humanen Hornhautzellen haben könnte.

Methode

Immortalisierte humane korneale Endothel- und Epithelzellen wurden als etablierte Zellmodelle verwendet (HCEC-SV40, HCEP-SV40). Die Effekte des TRPM8 selektiven Agonisten Icilin auf [Ca2+]i wurden mit der Fura-2 Messmethode registriert (Single Cell Calcium Imaging).

Ergebnisse

Extrazelluläre Zugabe von Icilin (50 µM) erhöhte [Ca2+]i innerhalb von 3 Min. reversibel von 108±3 nM auf 155±17 nM in HCEP-SV40. Nach Auswaschen sank der Calciumspiegel wieder zur Basislinie (104±14 nM; ±SEM; n=8). Dagegen hatte Icilin komplexe dosis-abhängige Effekte auf [Ca2+]i in HCEC-SV40. (z.B. 50 µM Icilin reduzierte [Ca2+]i von 112±5 nM auf 79±12 nM; 10 µM Icilin erhöhte [Ca2+]i von 109±6 nM auf 178±7 nM (n=6).

Schlussfolgerungen

Zum ersten Mal konnte gezeigt werden, dass künstliche Kühlung Effekte auf die Ca2+-Homöostase in humanen kornealen Endothel- und Epithelzellen hat. Dies deutet auf eine erweiterte Bedeutung von mutmaßlich temperatur-sensitiven Ionenkanälen in diesen Zellen hin. Eine Temperaturkontrolle könnte für die Aufrechterhaltung der Vitalität von humanen Hornhäuten während der Konservation eine wichtige Rolle spielen.

Teilweise unterstützt: DFG (PL 150/14-1; PR EY04795)