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22. Internationaler Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen

18. bis 21.06.2009, Nürnberg

Modifizierte Oberflächenablation mit MMC - Eine retrospektive Analyse von 2024 Behandlungen

Meeting Abstract

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  • Karl-Georg Schmidt - Augenklinik Starnberg, Starnberg
  • Toam Katz - Universitätsklinik, Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Hamburg
  • Stephan Linke - Universitätsklinik, Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Hamburg

22. Internationaler Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen. Nürnberg, 18.-21.06.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09docWK 5.7

DOI: 10.3205/09doc148, URN: urn:nbn:de:0183-09doc1482

Veröffentlicht: 9. Juli 2009

© 2009 Schmidt et al.
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Gliederung

Text

Zielsetzung: Beurteilung des Sicherheitsprofils der intraoperativen lokale Anwendung von Mitomycin C (MMC) 0,02% und MMC-bezogener Komplikationen nach Anwendung von 3 unterschiedlichen Excimer laser Oberflächenablationablationstechniken (MOA) .

Methode: 2024 MOAs an Augen mit einem mittleren präoperativen sphärischen Äquivalent (SÄ) von -3,14 dpt. (-10,5 dpt. bis +5,5 dpt.) wurden retrospektiv (elektronische Akten) analysiert. Der Durchmesser der optischen Zone (5,0 bis 8,0 mm) wurde jeweils an den Durchmesser der skotopischen Pupille angepasst. Alle Patienten erhielten intraoperativ – abhängig vom Refraktionsfehler – MMC für 30 bis 90 Sekunden. Die mittlere Nachbeobachtungszeit betrug 12 Monate. Art und Häufigkeit der Komplikationen wurden analysiert, der Sicherheitsindex berechnet.

Ergebnisse: 2024 Augen erfüllten die Einschlusskriterien für modifizierte Oberfächenablation (MOA). Bei 1544 Augen wurde eine Alkohol-assistierte photorefraktive Keratektomie (A-PRK), bei 355 Augen eine transepitheliale photorefraktive Keratektomie (T-PRK) und bei 112 Augen eine off-flap Epipolis Laser in situ Keratomileusis (Epi-LASIK / EpiK) durchgeführt. Insgesamt betrug der Sicherheitsindex 0,98. Die Komplikationsrate lag insgesamt bei 17,4%, wobei 10,8% Beschwerden wegen vorübergehender Siccasymptomatik und 5,4% Haze betreffen. 4 Augen (0,2%) verloren vorübergehend >2 Linien ihres best-korrigierten Visus (2 Augen: Siccasymptomatik, 2 Augen: Haze Grad III). Die Haze-Einteilung erfolgte nach der Fantesskala. Haze Grad 4 wurde nicht beobachtet. Haze trat am häufigsten nach T-PRK (23,4%) und selten bei A-PRK (1,4%) und EpiK (1,8%) auf. 60,6% des Haze trat in der Hornhautperipherie, 20,2% in der zentralen Hornhaut auf. 83,5% des Haze nach MOA wurde als früher Haze (<6 Monate postop.) beurteilt.

Schlussfolgerung: Die intraoperative lokale Anwendung von MMC zeigt ein gutes Sicherheitsprofil, schwere Nebenwirkungen wurden nicht beobachtet, allerdings trat Haze trotz MMC nach T-PRK häufig, nach A-PRK und EpiLASIK selten auf. Erklärungen für das häufigere periphere Auftreten von Haze könnte in größeren Ablationszonen und dem Wellenfront-optimierten Ablationsprofil insbesondere im PTK-Modus der T-PRK zu suchen sein.