gms | German Medical Science

22. Internationaler Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen

18. bis 21.06.2009, Nürnberg

Korneales Cross-Linking: Risikofaktoren und Komplikationen

Meeting Abstract

Suche in Medline nach

  • Tobias Koller - IROC, Zürich, Schweiz
  • Hans Peter Iseli - IROC, Zürich, Schweiz
  • Theo Seiler - IROC, Zürich, Schweiz

22. Internationaler Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen. Nürnberg, 18.-21.06.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09docWK 5.3

DOI: 10.3205/09doc144, URN: urn:nbn:de:0183-09doc1449

Veröffentlicht: 9. Juli 2009

© 2009 Koller et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Zielsetzung: Aufzählung der Komplikationsrate beim cornealen cross-linking (CXL) für primäre Keratectasie und Evaluation möglicher Empfehlungen um diese Komplikationen zu verhindern.

Methode: 117 Augen von 99 Patienten, welche infolge einer verifizierten progressiven Keratectasie ein corneales cross-linking (CXL) erhielten, wurden in einer prospektiven Studie untersucht. Präoperativ, 6 und 12 Monate nach CXL wurden neben anderen Parametern die best korrigierte Sehstärke (BSCVA), Spaltlampenuntersuchung, Applanationstonometrie und Scheimpflugbilder (Pentacam) erhoben um die postoperativen Veränderungen zu dokumentieren. Die statistischen Analysen umfassten ANOVA und U-Tests um Risikofaktoren für Komplikationen zu evaluieren.

Ergebnisse: In fast 90% der Patienten konnte ein Verlauf über 12 Monate erfasst werden. Die Komplikationsrate (Prozent aller Augen, welche 2 oder mehr Snellen-Linien einbüssten) lag bei 2,9% mit einem 95%-Konfidenzinterval von 0,6% bis 8,5%. Die Versagerquote des CXL (Prozent aller Augen mit Progression der Keratectasie nach CXL) war in dieser Studie 7,6%. Folgende Parameter konnten als signifikante Risikofaktoren für Komplikationen evaluiert werden: “Alter>35 Jahre” und “präoperative BSCVA>20/25”. Präoperativer hoher Kmax-Wert (über 58 dpt) war der einzig signifikante Risikofaktor für das Versagen des CXL. Bei 7,6% der Augen konnten sterile Infiltrate und bei 2.8% zentrale Stromanarben gefunden werden.

Schlussfolgerung: Corneales crosslinking (CXL) für primäre Keratectasie hat eine niedrige Komplikationsrate (1%) und Versagerquote (3%) wenn adäquate Einschlusskriterien befolgt werden.