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22. Internationaler Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen

18. bis 21.06.2009, Nürnberg

Ergebnisse einer prospektiven Studie zum Vergleich von Kunstlinsen aberrationsfreier Optik (mit und ohne Blaufilter) mit Kunstlinsen sphärischer Optik

Meeting Abstract

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  • Michael Wolter-Roessler - Augenarztpraxis Lauf, Lauf an der Pegnitz
  • Michael Küchle - Augenpraxis-Klinik Erlangen-Mitte, Erlangen

22. Internationaler Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen. Nürnberg, 18.-21.06.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09docWK 3b.25

DOI: 10.3205/09doc125, URN: urn:nbn:de:0183-09doc1250

Veröffentlicht: 9. Juli 2009

© 2009 Wolter-Roessler et al.
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Gliederung

Text

Zielsetzung: Vergleich von Visus, Kontrastsehen, Wellenfrontanalyse und Farbsehen nach Implantation aberrationsfreier Linsen (mit und ohne Blaufilter) und konventionellen sphärischen Linsen ohne Blaufilter.

Methode: In die prospektive randomisierte klinische Studie wurden 96 Augen von 88 Patienten (Alter 50 bis 86 Jahre) mit Katarakt eingeschlossen. Die Patienten wurden in drei Gruppen randomisiert: I: asphärische IOL ohne Blaufilter (MC6125 AS), II: asphärische IOL mit Blaufilter (MC6125 AS-Y), III: konventionelle sphärische Linse (MC5812 AS). Hersteller jeweils Dr. Schmidt Intraocularlinsen GmbH, Deutschland.

Fern-, Intermediär- und Nahvisus, jeweils mit und ohne Korrektion, wurden nach 1, 3 und 12 Monaten postoperativ erhoben. Zusätzliche Tests bei der 3-Monats-Kontrolle waren: Kontrastsehen mittels Ginsburg-Box (Vision Science Research Corporation, San Ramon, CA), Wellenfront Analyse mittels I-Trace (Tracey 3.1, Houston Texas, USA), Farbsehen mit Farnsworth-Munsell Test.

Ergebnisse: Der erreichte Visus (Median des postoperativen Fernvisus nach 12 Monaten) betrug in allen Gruppen ohne Korrektion 0,8 und mit bester Fernkorrektur 1,0. Weder für den Fernvisus noch für unkorrigierten und bestkorrigierten Nah- und Intermediärvisus ergaben sich signifikante Unterschiede zwischen den Gruppen (p>0,3).

Die Kontrastempfindlichkeit war in den beiden Gruppen mit aberrationsfreien IOL um eine Stufe besser als in der sphärischen Gruppe (day testing without glare). Die sphärischen Aberrationen waren bei den Augen mit aberrationsfreien IOL niedriger (Mittelwert bei 4,0 mm Pupillenweite für MC 5812 AS 0,098 µm, MC6125 AS 0,072 µm, MC 6125 AS-Y 0,053 µm), allerdings erreichten diese Unterschiede statistisch keine Signifikanz (p>0,09). Es wurde kein signifikanter Einfluss des Blaulichtfilters auf die Farbwahrnehmung oder andere Parameter festgestellt.

Schlussfolgerung: Bei den getesteten IOL mit aberrationsfreier Optik deutet sich ein Trend zu verringerter sphärischer Aberration und verbesserter Kontrastempfindlichkeit im Vergleich zu sphärischen IOLs an. Der untersuchte Blaufilter führte zu keiner Veränderung von Visus, Farbsehen oder Kontrastempfindlichkeit.