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7. Deutscher Kongress für Versorgungsforschung des Deutschen Netzwerks für Versorgungsforschung

16. - 18.10.2008, Köln

Versorgung der Akne vulgaris in Deutschland – Evaluation in einem bundesweiten Apotheken-Netzwerk

Meeting Abstract

  • Nadine Franzke - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Klinik und Poliklinik für Dermatologie, CVderm, Hamburg
  • Lisa Zimmer - Universitätsklinikum Mannheim, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Mannheim
  • Christian Radermacher - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Klinik und Poliklinik für Dermatologie, CVderm, Hamburg
  • Ines Schäfer - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Klinik und Poliklinik für Dermatologie, CVderm, Hamburg
  • Matthias Augustin - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Klinik und Poliklinik für Dermatologie, CVderm, Hamburg

7. Deutscher Kongress für Versorgungsforschung des Deutschen Netzwerks für Versorgungsforschung. Köln, 16.-18.10.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. DocP8.11

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dkvf2008/08dkvf203.shtml

Veröffentlicht: 6. Oktober 2008

© 2008 Franzke et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung: Zur Versorgungssituation der Patienten mit Akne vulgaris in Deutschland liegen praktisch keine empirischen, nicht selektiven („real world“) Daten vor. Es fehlen insbesondere Angaben darüber, welche Aknetherapeutika von den Patienten verwendet werden und durch wen die Therapien veranlasst wurden. Auch über die erlebte Versorgungsqualität und den Anteil einzelner Versorger fehlen repräsentative Daten. Die Ergebnisse dieser Studie sollen Aufschluss über die bundesweite Versorgung der Akne vulgaris geben. Zugleich soll mit dieser Erhebung die Machbarkeit einer Versorgungsstudie im bundesweiten Netzwerk Hautkompetenter Apotheken geprüft werden.

Methoden: Wir untersuchten die Versorgungssituation der Akne vulgaris in Deutschland. Hierzu wurden n=504 Apothekenkunden mit klinisch eindeutiger Akne vulgaris in bundesweit 48 Apotheken befragt. Die Fragebogenerhebung erfasste neben soziodemographischen Merkmalen, klinische Parameter zur Erkrankungsdauer, Lokalisation und Therapie der Akne sowie patienten-relevante Zielparameter wie Patientenzufriedenheit, Leidensdruck und Compliance. Auch der Anteil und die Bedeutung einzelner Versorger (Haus-, Haut- Kinderarzt, Apotheker) wurden in dieser Studie evaluiert.

Ergebnisse: Die Daten zeigen, dass die Akne vulgaris von einem großen Teil der Patienten als belastend empfunden wird. Bei über viele Jahre bestehender Behandlungsnotwendigkeit und oft jahrelangem Krankheitsverlauf wird die Versorgung der Akne vulgaris von den Betroffenen dennoch als weitgehend befriedigend erlebt. Dem Dermatologen kommt die wichtigste Versorgerfunktion zu, dem Apotheker eine wichtige Rolle hinsichtlich Therapieempfehlungen. Die verordneten Therapien entsprechen dem aktuellen Stand der Leitlinien.

Schlussfolgerung: Eine bevölkerungsnahe Abbildung der Versorgungssituation der Akne vulgaris in Deutschland ist über Apotheken möglich.