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7. Deutscher Kongress für Versorgungsforschung des Deutschen Netzwerks für Versorgungsforschung

16. - 18.10.2008, Köln

Effektivität eines Hausärztetrainings in partizipativer Entscheidungsfindung. Eine dreiarmige kontrollierte Beobachtungsstudie

Meeting Abstract

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  • Lars Hölzel - Universitätsklinikum Freiburg, Psychiatrie und Psychotherapie, Freiburg
  • Levente Kriston - Universitätsklinikum Freiburg, Psychiatrie und Psychotherapie, Freiburg
  • Martin Härter - Universitätsklinikum Freiburg, Psychiatrie und Psychotherapie, Freiburg

7. Deutscher Kongress für Versorgungsforschung des Deutschen Netzwerks für Versorgungsforschung. Köln, 16.-18.10.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. DocP7.6

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dkvf2008/08dkvf189.shtml

Veröffentlicht: 6. Oktober 2008

© 2008 Hölzel et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung: Unter dem Namen „Gesundes Kinzigtal“ ist 2006 ein von der AOK Baden-Württemberg und LKK Baden-Württemberg unterstütztes Projekt zur Integrierten Versorgung gestartet. Das Ziel der hier beschriebenen Studie ist die Durchführung einer Schulung zur partizipativen Entscheidungsfindung bei den am Projekt beteiligten Ärzten und die Überprüfung der Effekte auf die Einbeziehung der Patienten in die Behandlung, Patientenzufriedenheit mit dem Hausarzt und Lebensqualität.

Methoden: Die zentralen Konstrukte wurden per Fragebogen in drei Gruppen erhoben. Die im Projekt „Gesundes Kinzigtal“ eingeschriebenen Versicherten stellten den Hauptschwerpunkt der Untersuchung dar. Aus zwei Vergleichspopulationen wurden stratifizierte Stichproben gezogen, wobei die Verteilung der Merkmale Geschlecht, Alter, Behandlungskosten und Art der Versicherung an die Interventionsgruppe angeglichen wurde. Insgesamt wurden 6500 Versicherte zur Teilnahme an der Studie eingeladen, von denen bei der Baseline-Erhebung 2450 den verschickten Fragebogen beantworteten. Die Hausärzte im Einzugsgebiet „Kinzigtal" nahmen an einer zweitägigen Fortbildung zur partizipativen Entscheidungsfindung teil. Das Studienprotokoll wurde mit der Ethikkommission der Universität Freiburg abgestimmt.

Ergebnisse: Die Auswertung der Baseline-Erhebung ergab keine relevanten Unterschiede zwischen den drei Gruppen, weder bzgl. Strukturdaten, noch in den Zielkriterien. Eine 1-Jahres-Nachbefragung wird im Juli 2008 durchgeführt. Eine signifikante Überlegenheit der Interventionsgruppe gegenüber den zwei Kontrollgruppen wird erwartet.

Schlussfolgerungen: Diese groß angelegte Versorgungsstudie liefert empirische Angaben bzgl. der Effektivität eines Trainings in partizipativer Entscheidungsfindung auf Patientenbeteiligung, Zufriedenheit und Lebensqualität in einem naturalistischen Setting eines integrierten Versorgungsmodells.

Danksagung: Das Projekt wurde in Kooperation mit der Gesundes Kinzigtal GmbH, der AOK Baden-Württemberg, der LKK Baden-Württemberg und der Abteilung Medizinische Soziologie der Universität Freiburg durchgeführt.