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7. Deutscher Kongress für Versorgungsforschung des Deutschen Netzwerks für Versorgungsforschung

16. - 18.10.2008, Köln

Krisenintervention im Rettungsdienst – welcher Versorgungsgrad besteht in Deutschland?

Meeting Abstract

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  • Peter Tonn - Institut f. Nervenärztliche Versorgungsforschung, Hamburg
  • Miriam Eisenlohr - Institut f. Nervenärztliche Versorgungsforschung, Hamburg
  • Folko Rabe - Institut f. Nervenärztliche Versorgungsforschung, Hamburg
  • Silja C. Reuter - Institut f. Nervenärztliche Versorgungsforschung, Hamburg

7. Deutscher Kongress für Versorgungsforschung des Deutschen Netzwerks für Versorgungsforschung. Köln, 16.-18.10.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. DocP7.5

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dkvf2008/08dkvf188.shtml

Veröffentlicht: 6. Oktober 2008

© 2008 Tonn et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung: Gerade unter dem Aspekt eines schwerwiegenden Ereignisses, etwa Anschlag, Großschadensfall, etc., sind neben den somatomedizinischen Versorgungsstrukturen psychosoziale Dienste unabdingbar – sowohl für Retter und Einsatzkräfte, als auch für Opfer, Zeugen und Angehörige. Weder über das Ausmaß noch den Ausbildungsstand von Kriseninterventionsteams in Deutschland sind bisher umfassende Daten erhoben und vorgelegt.

Methodik: Es wird ein Set an Fragebögen entwickelt, mit dem Rettungsdienstbereiche in Deutschland in Bezug auf die Verfügbarkeit, aber auch Alarmierungsschemata, Ausbildungsstand und Einsatztechnik von Kriseninterventionskräften des jeweiligen Bereichs abgefragt werden können. Diese Fragebögen werden einerseits der Leitungsstruktur (Rettungsdienstleiter, Katastrophenschutzleitung, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst) als auch den Mitarbeitern im Rettungsdienst vorgelegt.

Ergebnis: Es konnte eine geeignete Befragungstechnik entwickelt werden. Erste Ergebnisse zeigen jedoch eine deutliche Diskrepanz zwischen den infrastrukturellen Gegebenheiten in Deutschland. Zudem sind Ausbildungs- und Alarmierungsstandards nicht einheitlich, sodass Unterschiede im Versorgungsgrad gegeben sind.

Diskussion: Die entwickelten Interview-Instrumente sind geeignet, Versorgungsleistung und Versorgungsgrad bezüglich der Kriseninterventionsmöglichkeiten in Deutschland aufzuzeigen. Erweiterte Befragungen auch anderer Beteiligter sind erforderlich, um das Bild vollständig abzurunden.