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7. Deutscher Kongress für Versorgungsforschung des Deutschen Netzwerks für Versorgungsforschung

16. - 18.10.2008, Köln

PsoBest: Das Deutsche Psoriasis-Register. Langzeiteffektivität und Pharmakovigilanz der Psoriasisbehandlung mit Biologika und konventionellen Systemtherapeutika unter Alltagsbedingungen

Meeting Abstract

  • Stephan Jeff Rustenbach - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Klinik und Poliklinik für Dermatologie, CVderm, Hamburg
  • Sandra Purwins - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Klinik und Poliklinik für Dermatologie, CVderm, Hamburg
  • Kristian Reich - Dermatologikum Hamburg, Hamburg
  • Ines Schäfer - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Klinik und Poliklinik für Dermatologie, CVderm, Hamburg
  • Matthias Augustin - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Klinik und Poliklinik für Dermatologie, CVderm, Hamburg

7. Deutscher Kongress für Versorgungsforschung des Deutschen Netzwerks für Versorgungsforschung. Köln, 16.-18.10.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. DocP6.7

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dkvf2008/08dkvf180.shtml

Veröffentlicht: 6. Oktober 2008

© 2008 Rustenbach et al.
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Gliederung

Text

Fragestellungen: Nationale Langzeitbeobachtung systemischer Therapie (konventionell, Biologika) bei Patienten mit (mittel-)schwerer Psoriasis/Psoriasis-Arthritis zur Wirksamkeit unter Alltagsbedingungen („effectiveness“), Sicherheit und Nebenwirkungsprofilen, Anwendung bei und Wirksamkeit auf Co-Morbidität, Identifikation optimaler Erhaltungsdosierungen und Prädiktoren für die Response sowie zum patientenseitigen Nutzen.

Methoden: Seit 12/07 werden erstmalig auf Systemtherapeutika eingestellte Patienten für 5 Jahre eingeschlossen. In der 7-armigen Kohortenstudie wird zunächst ein n=3.500 Patienten angestrebt. Die standardisierten Arzt- und Patientenfragebögen werden 12mal in der Arztpraxis sowie zu insgesamt 9 Zwischenterminen postalisch bei den Patienten erhoben. Methodik nach relevanten Guidelines, ein interdisziplinäres Advisory Board, Begleitung/Abstimmung mit RABBIT, AWMF, EMEA, BfArM sowie Zertifizierung nach DIN ISO 9001:2000 sichern die wissenschaftliche Qualität. Es besteht eine enge Vernetzung mit 10 anderen EU-Registern (PSONET).

Ergebnisse: Im fünften Monat nach Projektstart haben sich bislang 452 assoziierte dermatologischen Praxen und Klinikambulanzen mit hinreichender Behandlungsexpertise zur Teilnahme bereit erklärt, 158 Patienten wurden in das Register aufgenommen. Von letzteren begannen 59 Patienten eine Biologika-Therapie und 99 eine konventionelle Systemtherapie. Im Einzelnen wurden 33 Patienten auf Adalimumab, 13 auf Efalizumab, 11 auf Etanerzept und 2 Patienten auf Infliximab eingestellt. Die Einstellungen auf Fumarsäureester, Methotrexat, Cyclosporin A und kombinierte Systemtherapeutika betrugen 11, 45, 27 und 16. Bis heute wurde kein schwerwiegendes unerwünschtes Ereignis gemeldet.

Schlussfolgerungen: Der erste reguläre Report zur Pharmakovigilanz wird im Juli erscheinen. Da kein einzelnes nationales Register genügend Teststärke für einen Vergleich der Nebenwirkungsraten erreichen kann, werden die Daten auf europäischer Ebene (PSONET) gepoolt.