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7. Deutscher Kongress für Versorgungsforschung des Deutschen Netzwerks für Versorgungsforschung

16. - 18.10.2008, Köln

Menschen mit depressiven Verstimmungen im Vorfeld ärztlicher Versorgung – eine Querschnittstudie

Meeting Abstract

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  • Katrin Kokocinski - Verein Dreycedern e.V. „Haus der Gesundheit“, Erlangen
  • Elmar Gräßel - Universitätsklinikum Erlangen, Psychiatrische und Psychotherapeutische Klinik, Erlangen

7. Deutscher Kongress für Versorgungsforschung des Deutschen Netzwerks für Versorgungsforschung. Köln, 16.-18.10.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. DocP6.6

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dkvf2008/08dkvf179.shtml

Veröffentlicht: 6. Oktober 2008

© 2008 Kokocinski et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund: Ein großer Teil von Menschen mit depressiver Symptomatik sucht wegen dieser Beschwerden keinen Arzt auf oder erst in einem fortgeschrittenen Stadium. Bei einem erheblichen Teil der „Leidenden“ (Patienten) wäre vom medizinische Standpunkt aus betrachtet eine früherer Arztkontakt wünschenswert. Da ein Arztkontakt wegen psychischer Beschwerden von den Betroffenen oft längere Zeit vermieden wird, stellt ein Arztbesuch wegen depressiver Beschwerden in der Regel ein „hochschwelliges“ Versorgungsangebot dar. Es ist anzunehmen, dass ein Kontakt zu einer nicht-ärztlichen Beratungsstelle als „niedrigschwelliger“ anzusehen ist.

Personen: Erwachsene Personen beiderlei Geschlechts, die wegen „depressiver Beschwerden“ eine nicht-ärztliche Beratungsstelle aufsuchen.

Methodik: In drei Studienregionen Deutschlandes, in Stadt und Umland von Erlangen, Kassel und Reutlingen sollen insgesamt etwa 300 Menschen schriftlich und anonym mit standardisierten Instrumenten befragt werden, wenn sie eine der dort verfügbaren, nicht-ärztlichen Beratungsstellen aufsuchen.

Ziel der Untersuchung: Es soll festgestellt werden, welche Symptomatik, welche gesundheitsbezogenen Einstellungen, welche Vorerfahrungen mit informellen (z.B. Familienmitglieder) und formellen (professionellen) Ratgebern (z.B. Ärzte) und welche soziodemographischen Merkmale Menschen haben, die eine nicht-ärztliche Beratungsstelle in Anspruch nehmen. Dabei sollen zwei Gruppen miteinander verglichen werden – diejenigen, die bisher noch keinen Kontakt zu Ärzten wegen „depressiver Verstimmungen“ hatten und denjenigen, die bereits Kontakt hatten.

Ergebnisse: Erste Ergebnisse dieser Erhebungen werden vorgestellt.

Wichtige Anmerkung: Diese Studie wird vom Forschungsnetz psychische Gesundheit (FpG, http://www.forschung-psychische-gesundheit.de) eine Plattform für Versorgungsforschung gefördert. Geplant ist, dass diese Studie mit den anderen beiden Projekten des FpGs in einer Session vorgestellt wird. Titel der Session: „Multizentrische Versorgungsforschung im Bereich psychische Gesundheit: Projektbeispiele des Forschungsnetz psychische Gesundheit“, Chair: Dr. Anke Bramesfeld