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7. Deutscher Kongress für Versorgungsforschung des Deutschen Netzwerks für Versorgungsforschung

16. - 18.10.2008, Köln

Evaluation einer evidenzbasierten, interaktiven Patienteninformation (TK-Patientendialog) zur Förderung der Partizipativen Entscheidungsfindung

Meeting Abstract

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  • Daniela Simon - Universitätsklinik Freiburg, Psychiatrie und Psychotherapie, Freiburg
  • Christine Vietor - Techniker Krankenkasse, Hamburg
  • Andreas Loh - Universitätsklinik Freiburg, Freiburg
  • Torsten Hecke - Techniker Krankenkasse, Hamburg
  • Martin Härter - Universitätsklinik Freiburg, Psychiatrie und Psychotherapie, Freiburg

7. Deutscher Kongress für Versorgungsforschung des Deutschen Netzwerks für Versorgungsforschung. Köln, 16.-18.10.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. DocE11.2

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dkvf2008/08dkvf121.shtml

Veröffentlicht: 6. Oktober 2008

© 2008 Simon et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung: Die Techniker Krankenkasse (TK) hat in Zusammenarbeit mit der Sektion Klinische Epidemiologie und Versorgungsforschung der Universitätsklinik Freiburg ein evidenzbasiertes, interaktives Informationssystem entwickelt (TK-Patientendialog). Es basiert auf dem Ansatz der Partizipativen Entscheidungsfindung (PEF), und richtet sich an Versicherte, die vor einer medizinischen Entscheidung bei akutem Kreuzschmerz oder Depression stehen. Ihm Rahmen der vorliegenden Studie wird untersucht, ob Patienten durch Nutzung des TK-Patientendialogs individualisierter informiert und besser auf eine Beteiligung an medizinischen Entscheidungen vorbereitet werden, als Patienten, die eine statische Patienteninformation nutzen.

Methoden: Das System wird im Rahmen einer randomisierten kontrollierten Studie an N=500 Patienten evaluiert. Ein positives Votum der Ethik-Kommission liegt vor. Primäre Messvariablen sind Wissen und Entscheidungskonflikt. Weiterhin werden Vorbereitung auf die Entscheidungsfindung, Ausmaß an Patientenbeteiligung, die Behandlungszufriedenheit und Inanspruchnahme von medizinischen Maßnahmen untersucht. Systemnutzer der Interventionsgruppe (IG) erhalten den TK-Patientendialog, Teilnehmer der Kontrollgruppe (KG) eine statische internetbasierte Patienteninformation. Die begleitende Onlinebefragung erfolgt direkt vor, während und 3 Monate nach Nutzung der Information.

Ergebnisse: Seit der Freischaltung des Systems haben N=432 Nutzer an der begleitenden Evaluation teilgenommen. Erste Ergebnisse zur allgemeinen Zufriedenheit mit dem System zeigen, dass 85% der Nutzer (IG) die Information als sehr gut verständlich bewerten. Ergebnisse des RCTs werden im Juni 2008 vorliegen.

Schlussfolgerungen: Es wird erwartet, dass eine individualisierte Patienteninformation wie der TK-Patientendialog die Beteiligung bei medizinischen Entscheidungen fördert und zu Entscheidungen führt, die mit den Präferenzen der Patienten übereinstimmen.


Literatur

1.
O'Connor AM, Stacey D, Rovner D, Holmes-Rovner M, Tetroe J, Llewellyn-Thomas H, Entwistle V, Rostom A, Fiset V, Barry M & Jones J (2008). Decision aids for people facing health treatment or screening decisions. Cochrane Database Systematic Review, 3, CD001431.