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7. Deutscher Kongress für Versorgungsforschung des Deutschen Netzwerks für Versorgungsforschung

16. - 18.10.2008, Köln

Zur Messung der Sicherheitskultur im Krankenhaus

Meeting Abstract

  • Antje Hammer - Zentrum für Versorgungsforschung Köln (ZVFK), Köln
  • Oliver Ommer - Zentrum für Versorgungsforschung Köln (ZVFK), Köln
  • Nicole Ernstmann - Zentrum für Versorgungsforschung Köln (ZVFK), Köln
  • Günther Heller - Wissenschaftliches Institut der AOK (WIdO), Bonn
  • Christian Günster - Wissenschaftliches Institut der AOK (WIdO), Bonn
  • Theo Wehner - Eidgenössische Technische Hochschule (ETH), Arbeits- und Organisationspsychologie, Zürich, Schweiz
  • Tanja Manser - Eidgenössische Technische Hochschule (ETH), Arbeits- und Organisationspsychologie, Zürich, Schweiz
  • Holger Pfaff - Zentrum für Versorgungsforschung Köln (ZVFK), Köln

7. Deutscher Kongress für Versorgungsforschung des Deutschen Netzwerks für Versorgungsforschung. Köln, 16.-18.10.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. DocE4.3

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dkvf2008/08dkvf098.shtml

Veröffentlicht: 6. Oktober 2008

© 2008 Hammer et al.
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Gliederung

Text

Patientensicherheit ist ein wichtiger Aspekt der Versorgungsqualität. Für die Entwicklung einer Sicherheitskultur im Krankenhaus ist es langfristig notwendig, Werte und Normen sowie die Einstellungen und Handlungsweisen, die im Bezug auf die Patientensicherheit erwartet werden, zu analysieren [1]. Ziel dieser Arbeit ist es, ein Instrument zur Messung der Sicherheitskultur im Krankenhaus ausführlich darzustellen. Hierfür werden Konzepte der Sicherheitskultur vorgestellt und kritisch diskutiert.

Für die Messung von Sicherheitskultur im Krankenhaus wird der in den USA, für eine Befragung von Mitarbeitern konzipierte Hospital Survey on Patient Safety Culture (HSOPSC) genutzt. Das Instrument enthält zwölf Dimensionen sowie zwei Einzelitems zum Grad der Patientensicherheit und zur Anzahl der gemeldeten Ereignisse. Zu den Dimensionen des Konzeptes gehören unter anderem Teamarbeit, Offenheit der Kommunikation, Unterstützung der Klinikleitung hinsichtlich der Patientensicherheit, Rückmeldung und Kommunikation zu Fehlern sowie Informationsweitergabe bei Übergabe und Verlegung der Patienten. Das Instrument wurde im Rahmen einer schweizweiten Studie durch die Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) in Zürich für den deutschsprachigen Raum adaptiert.

Im Rahmen einer von der Bundesärztekammer finanzierten Studie zu den Auswirkungen von Trägerstrukturen auf die Qualität der Krankenversorgung führt das Zentrum für Versorgungsforschung Köln (ZVFK) eine standardisierte schriftliche Befragung von ärztlichen Direktoren aller deutschen Krankenhäuser durch. Dabei soll getestet werden, ob die Dimensionen auch für Deutschland bestätigt werden können und inwieweit das Instrument für die Erfassung von Sicherheitskultur im Krankenhaus durch eine Befragung von Führungskräften geeignet ist. Hierfür wurde die deutsche Übersetzung des HSOPSC für die Zielgruppe ärztlicher Direktoren angepasst. Erste Ergebnisse werden im September dieses Jahres erwartet.


Literatur

1.
Sorra JS, Nieva VF. Hospital Survey on Patient Safety Culture. Rockville; 2004.