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7. Deutscher Kongress für Versorgungsforschung des Deutschen Netzwerks für Versorgungsforschung

16. - 18.10.2008, Köln

Versorgung mit Lipidsenkern bei Patienten mit Diabetes: Was können Registerdaten beitragen?

Meeting Abstract

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  • Heiner K. Berthold - Universität Bonn, Bonn
  • Ioanna Gouni-Berthold - Universität Köln, Köln

7. Deutscher Kongress für Versorgungsforschung des Deutschen Netzwerks für Versorgungsforschung. Köln, 16.-18.10.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. DocD4.110

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dkvf2008/08dkvf075.shtml

Veröffentlicht: 6. Oktober 2008

© 2008 Berthold et al.
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Gliederung

Text

Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 (DM2) haben häufig eine für die Erkrankung typische Dyslipoproteinämie. Die meisten nationalen und internationalen Leitlinien empfehlen, bei Patienten mit DM2 die Gabe von Statinen zu erwägen. Randomisierte Studien haben gezeigt, dass Statine bei Patienten mit DM2 die Häufigkeit von kardiovaskulären Ereignissen signifikant vermindern können. Dennoch liegt die Verschreibungshäufigkeit für Statine für diese Patienten in Deutschland nur bei ca. 25% [1], [2]. Die Fragestellung der vorliegenden Auswertung ist die Untersuchung, welche patientenseitigen Charakteristika entscheiden, ob ein Patient mit DM2 ein Statin erhält oder nicht.

Das DUTY-Register (Diabetes Diabetes mellitus needs unrestricted evaluation of patient data to yield treatment progress) enthält mehr als 50.000 Datensätze zu anthropometrischen Daten, Begleiterkrankungen und Therapien von ambulant behandelten Patienten mit DM2 aus ganz Deutschland.

Wir haben anhand dieser Daten festgestellt, dass Alter, Geschlecht, Diabetesdauer, Lipoproteinprofile, Status der Primär- bzw. Sekundärprävention, Begleitrisikofaktoren (Hypertonie, Glykämie, Nierenfunktion) sowie Begleitmedikationen und bestehende Komplikationen des Diabetes mit beeinflussen können, ob ein Patient mit einem Statin behandelt wird.

Registerdaten eignen sich in besonderer Weise zur Untersuchung von wichtigen Fragen der Behandlungsrealität, da sie die im Rahmen von klinischen Studien bestehenden Verzerrungen der Patientenrekrutierung umgehen und ein realistischeres Abbild der täglichen Praxis wiedergeben.


Literatur

1.
Berthold HK, Gouni-Berthold I, Bestehorn K, Böhm M & Krone W. Cardiovascular risk factors in patients with type 2 diabetes in Germany. Deutsches Ärzteblatt 2007; 104(13): A861-A867.
2.
Gouni-Berthold I, Berthold HK, Mantzoros CS, Böhm M & Krone W. Gender disparities in the treatment and control of cardiovascular risk factors in type 2 diabetes. Diabetes Care 2008; 31(7): 1389-1391.