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Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU 2012)

23.10. - 26.10.2012, Berlin

Ergebnisse einer Phase II Studie mit neo-/adjuvanter Chemotherapie, Tumorresektion und adjuvanter Radiotherapie einschliesslich intraoperativer Bestrahlung bei hochmalignen Weichteilsarkomen

Meeting Abstract

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  • presenting/speaker Burkhard Lehner - Universitätsklinikum Heidelberg, Department Orthopädie, Heidelberg, Germany
  • Marc Bischof - Universitätsklinikum Heidelberg, Radiotherapie, Heidelberg, Germany
  • Thomas Schmitt - Universitätsklinikum Heidelberg, Medizinische Klinik 5, Heidelberg, Germany
  • Gerlinde Egerer - Universitätsklinikum Heidelberg, Medizinische Klinik 5, Heidelberg, Germany

Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU 2012). Berlin, 23.-26.10.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. DocWI35-1449

DOI: 10.3205/12dkou162, URN: urn:nbn:de:0183-12dkou1625

Veröffentlicht: 2. Oktober 2012

© 2012 Lehner et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung: Der Stellenwert der Chemotherapie im multimodalen Therapiekonzept bei hochmalignen Weichteilsarkomen ist bisher nicht eindeutig geklärt. Die besondere Bedeutung der RO Tumorresektion sowie der adjuvanten und intraoperativen Strahlentherapie ist bekannt.

Es sollte in einer Phase II Studie die Auswirkung einer Kombination dieser Therapieformen auf das Ansprechen auf die Therapie, die Rezidivrate und das Überleben untersucht werden.

Methodik: 50 Patienten mit potentiell resektablen, hochmalignen Weichteilsarkomen der Extremitäten wurden in die Studie eingeschlossen. Die Therapie bestand aus 4 Zyklen neoadjuvanter Chemotherapie EIA (Etopsid, Ifosfamid, Doxorubicin), Tumorresektion, intraoperativer Bestrahlung, postoperativer Bestrahlung und Chemotherapie mit 4 Zyklen EIA.

Ergebnisse und Schlussfolgerungen: Das Ansprechen auf die neoadjuvante Chemotherapie konnte mit 6% CR, 24% PR, 62% SD und 8% PD nach den RECIST Kriterien klassifiziert werden. Ein Lokalrezidiv zeigte sich bei 3 Patienten. Bei 12 Patienten kam es zum Auftreten von Fernmetastasen. Das Gesamtüberleben betrug nach 2 Jahren 83%, das krankheitsfreie Überleben 68%.

Die Therapie zeigte eine positive Auswirkung auf die lokale Kontrolle, der Einfluß auf das Gesamtüberleben war jedoch nicht signifikant.