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Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie
72. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie, 94. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie und 49. Tagung des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie

22. - 25.10.2008, Berlin

Tumorassoziierte Osteomalazie – eine Rarität

Meeting Abstract

  • M. Sluga - Medizinische Universität Wien, Universitätsklinik für Orthopädie, Wien, Austria
  • C. Chiari - Medizinische Universität Wien, Universitätsklinik für Orthopädie, Wien, Austria
  • A. Kolb - Medizinische Universität Wien, Universitätsklinik für Orthopädie, Wien, Austria
  • M. Dominkus - Medizinische Universität Wien, Universitätsklinik für Orthopädie, Wien, Austria
  • R. Kotz - Medizinische Universität Wien, Universitätsklinik für Orthopädie, Wien, Austria
  • G. Häusler - Universitätsklinik Wien, Kinder- und Jugendheilkunde, Wien, Austria
  • M. Freilinger - Universitätsklinik Wien, Kinder- und Jugendheilkunde, Wien, Austria
  • W. Schlegl - Universitätsklinik Wien, Kinder- und Jugendheilkunde, Wien, Austria
  • A. Staudenherz - Universitätsklinik für Nuklearmedizin, Wien, Austria
  • G. Amann - Medizinische Universität Wien, Institut für Pathologie, Wien, Austria

Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie. 72. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie, 94. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, 49. Tagung des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie. Berlin, 22.-25.10.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. DocPO15-1801

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dkou2008/08dkou682.shtml

Veröffentlicht: 16. Oktober 2008

© 2008 Sluga et al.
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Gliederung

Text

In der Literatur bestätigt sich das Vorliegen einer tumorinduzierten Osteomalazie (TIO) als ausserordentliche Seltenheit.

Die erstmalige Vorstellung unseres 15 jährigen Patienten erfolgte im Dezember 2006 wegen – seit zwei Jahren – zunehmender Muskelschwäche, die mittlerweile zu Gehunfähigkeit geführt hat und typischen rachitischen knöchernen Veränderungen.

Im Rahmen der Laborkontrolle zeigte sich eine massive Erhöhung der alkalischen Phosphatase auf 1652 U/l und eine Verminderung des Serum-Phosphat auf 0.47 mmol/l. Die Nierenfunktionsparameter und das Serum-Kalzium befanden sich im Normbereich.

Mit Hilfe eines Gallium PET Scanns konnte ein Somatostatinrezeptor-positiver Tumor im Bereich der distalen Fibula links diagnostiziert werden. Als Therapie der Wahl wurde eine Tumorresektion im Gesunden durchgeführt.

Wie erwartet konnte bereits ein deutliches Sinken der Alkalischen Phosphatase verfolgt werden. Erwartet wird weiters eine FGF-23 Bestimmung, jener im Tumor gebildeter Metabolit, der die Hypophosphatämie verursacht. Sowie eine Normalisierung weiterer Laborparameter und somit die Rückbildung der Osteomalazie und ihrer Symptome.