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Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie
72. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie, 94. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie und 49. Tagung des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie

22. - 25.10.2008, Berlin

Klinische Relevanz der Heparin-induzierten Thrombozytopenie(HIT)-Antikörper (AK) während einer Thromboseprophylaxe mit unfraktioniertem oder niedermolekularem Heparin bei unfallchirurgischen Patienten

Meeting Abstract

  • P. Hinz - Ernst-Moritz-Arndt-Universität, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Greifswald, Germany
  • N. Lubenow - Ernst-Moritz-Arndt-Universität, Abteilung für Transfusionsmedizin, Greifswald, Germany
  • A. Ekkernkamp - Ernst-Moritz-Arndt-Universität, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Greifswald, Germany
  • A. Greinacher - Ernst-Moritz-Arndt-Universität, Abteilung für Transfusionsmedizin, Greifswald, Germany

Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie. 72. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie, 94. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, 49. Tagung des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie. Berlin, 22.-25.10.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. DocWI59-749

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dkou2008/08dkou370.shtml

Veröffentlicht: 16. Oktober 2008

© 2008 Hinz et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung: Welche Relevanz haben die HIT-Antikörper während einer Thromboseprophylaxe mit unfraktioniertem oder niedermolekularem Heparin bei unfallchirurgischen Patienten?

Methodik: In einer prospektiv randomisierten Doppelbildstudie wurden 698 Patienten eingeschlossen, davon waren 609 auswertbar per Protokoll. Bei Aufnahme erfolgte die Randmisierung, Heparin-Natrium (unfraktioniertes Heparin [UFH]) und Certoparin (niedermolekulares Heparin [NMH]) kamen zur Anwendung. Es wurden tgl. die Thrombozyten bis zur Entlassung kontrolliert. Am Aufnahmetag sowie am 10. Tag wurde eine HIT-Serologie durchgeführt. Am Entlassungstag erfolgte eine D-Dimer-Bestimmung und eine Dopplersonographie der unteren Extremitäten. Nach 3 Monaten schickten die Patienten einen mitgegebenen Entlassungsbogen zurück. Die Serokonversion/HIT wurde bei großen und kleinen Operationen verglichen.

Ergebnisse: Unter NMH sind die HIT und die HIT-AK seltener als unter UFH. Das Risiko einer Serokonversion sowie einer HIT ist nach großen Operationen höher. Das Outcome nach 3 Monaten ist unabhängig von der AK-Bildung bei Entlassung. 5 HIT-Fälle sind trotz Studienprotokoll nicht aufgefallen.

Schlussfolgerung: Bei unfallchirurgischen Patienten ist NMH zur Thromboseprophylaxe sicherer als UFH, weil es ein niedrigeres HIT-Risiko hat.