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Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie
71. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie, 93. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie und 48. Tagung des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie

24. - 27.10.2007, Berlin

Dopamin beeinflusst zelluläre Immunfunktionen während einer Sepsis im Mausmodell

Meeting Abstract

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  • D. Schmitz - Universitätsklinikum Essen, Klinik f. Unfallchirurgie, Essen, Germany
  • M. Exton - Universitätsklinikum Essen, Inst. Medizinische Psychologie, Essen, Germany
  • R. Oberbeck - Universitätsklinikum Essen, Klinik f. Unfallchirurgie, Essen, Germany

Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie. 71. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie, 93. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, 48. Tagung des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie. Berlin, 24.-27.10.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. DocP16-1291

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dkou2007/07dkou277.shtml

Veröffentlicht: 9. Oktober 2007

© 2007 Schmitz et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Das Katecholamin Dopamin findet in der intensivmedizinischen Behandlung des milden Kreislaufversagens kritisch Kranker seine Anwendung. Auch die früher gebräuchliche Anwendung in der Vorbeugung des Nierenversagens wird trotz fehlendem Nachweis der Wirksamkeit teilweise noch eingesetzt. Über die bekannten Wirkungen hinaus finden sich Hinweise auf einen immunmodulatorischen Effekt von Dopamin, wobei die Bedeutung einer solchen Interaktion z.B. für die Entzündungsreaktion während einer Sepsis bisher nicht bekannt ist.

Material und Methoden: Männliche NMRI Mäuse wurden entweder einer Scheinoperation (Laparotomie, n=8 pro Gruppe) oder der Induktion einer polymikrobiellen Sepsis (zökale Punktion, n=32/Gruppe) zugeführt. Eine Hälfte wurde mit einer kontinuierlichen intraperitonealen NaCl 0.9%-Infusion, die andere mit einer Dopamininfusion (1 microg/kg/min ip) behandelt. Es erfolgte ein Monitoring der Überlebensrate, sowie nach 48 h eine Messung der splenozytären Proliferations- und Apoptoserate, des Leukozytenverteilungsmusters (FASCS)sowie der Freisetzung von IL2, IL-6 und IFN-gamma.

Ergebnisse: Die Infusion von Dopamin führte im Mausmodell der Sepsis zu einem Anstieg der splenozytären Apoptoserate, zu einem Abfall der proliferativen Kapazität von Splenozyten und zu einer reduzierten Freisetzung von IL-2, wobei diese Veränderungen von einer erhöhten Mortalität der septischen Mäuse begleitet wurden (67% vs. 47%). Vergleichbare Veränderungen dieser zellulären Immunparameter fanden sich auch in den mit Dopamin behandelten schein-operierten Kontrollmäusen. Hier zeigte sich jedoch keine Änderung der Letalität (0%).

Schlussfolgerung: Unser Experiment zeigt eine Dopamin-induzierte Beeinträchtigung zellulärer Immunfunktionen im Mausmodell der Sepsis, die von einem reduzierten Überleben septischer Mäuse begleitet wurden.