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27. Deutscher Krebskongress

Deutsche Krebsgesellschaft e. V.

22. - 26.03.2006, Berlin

Responseerfassung in der bildgebenden Diagnostik

Meeting Abstract

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27. Deutscher Krebskongress. Berlin, 22.-26.03.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. DocIS001

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dkk2006/06dkk001.shtml

Veröffentlicht: 20. März 2006

© 2006 Abolmaali.
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Gliederung

Text

Die Evaluation des Ansprechens einer Tumorerkrankung auf die gewählte Therapie ist von zentraler Bedeutung für die Entscheidung über das weitere Patientenmanagement. Neben den klinischen und Labor-Daten werden vor allem Bilddaten zur Definition der therapeutischen Optionen herangezogen. Diese werden eingeteilt in morphologische Verfahren, wie Röntgen, Ultraschall, Computertomographie und Magnetresonanztomographie (Radiologische Diagnostik) einerseits und in funktionell-metabolische Verfahren wie Szintigraphie oder Positronenemissionstomographie (Nuklearmedizin) andererseits. Die radiologischen Techniken werden nach der Erfassung eines Ausgangsbefundes in regelmäßigen Abständen während und nach Therapie zur Verlaufskontrolle durchgeführt. Die Beurteilung orientiert sich an den Kriterien nach RECIST bzw. der WHO. Zentrales Kriterium für das Ansprechen auf die Therapie ist die Größe des abgrenzbaren Tumors. Problematisch bleiben für die radiologischen Verfahren Tumoren deren wahre Ausbreitung morphologisch nicht sicher zu erfassen ist und die nach der Therapie einen - evtl. nicht relevanten - Tumorrest hinterlassen. Die Erfassung des gesamten Körpers zum Ausschluss bzw. zur Verlaufskontrolle von Metastasen wird üblicherweise nicht durchgeführt, obwohl das z.B. durch neue Spulentechnologien in der MRT möglich ist. Aufgrund des funktionell-metabolischen Ansatzes ist die Anwendung nuklearmedizinischer Techniken komplexer. In Abhängigkeit von der Tumorhistologie sind derzeit Therapieverlaufskontrollen im FDG-PET nur für wenige Entitäten empfohlen. Durch die Messung des „standardized uptake value“ (SUV) besteht die Möglichkeit der relativen Quantifizierung des Glukosemetabolismus, der einen Hinweis auf das Therapieansprechen geben kann. Allerdings ist der SUV von vielen Parametern abhängig und damit in gewissen Grenzen variabel. Die absolute Quantifizierung des Glukosemetabolismus ist möglich, erfordert aber kontinuierliche arterielle Blutentnahmen und wird deshalb in der Routinediagnostik selten angewendet. Bei Verdacht auf ein Tumorrezidiv erweitert sich das derzeit empfohlene Indikationsspektrum. Durch neue Tracer wird die PET zukünftig in der Lage sein Gewebeeigenschaften von Tumoren wie Hypoxie, Proliferationsgrad, und Angiogenese zur Evaluation des Therapieresponse im klinischen Alltag darzustellen. Hier zeichnen sich neue Möglichkeiten zur frühen Erfassung des Response und sogar der Prognose des Patienten ab. Die Kombination morphologischer und funktionell-metabolischer Verfahren mit der PET-CT und zukünftig eventuell auch mit der MR-PET verbindet die Vorteile beider Ansätze in idealer Weise.