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Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie
70. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie
92. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie und
47. Tagung des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie

02. - 06.10.2006, Berlin

Die Effektivität von routinemäßigen präoperativen MRSA-Nasenabstrichen

Meeting Abstract

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  • J. Stecher - Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Klinikum Stuttgart, Katharinenhospital, Stuttgart, Germany
  • M. Trautmann - Institut für Krankenhaushygiene, Klinikum Stuttgart, Katharinenhospital, Stuttgart, Germany

Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie. 70. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie, 92. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie und 47. Tagung des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie. Berlin, 02.-06.10.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. DocP.2.10-567

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgu2006/06dgu0378.shtml

Veröffentlicht: 28. September 2006

© 2006 Stecher et al.
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Gliederung

Text

Die Effektivität von MRSA-Screening-Programmen bei Risikopatienten ist nachgewiesen. In der Literatur wurde dagegen bei Gesunden eine Prävalenz von 2-3 % (Untersuchungen um das Jahr 2000) für nasale MRSA-Besiedlung nachgewiesen. Dabei wird eine zunehmende Tendenz festgestellt. So betrug die Prävalenz bei gesunden Kindern im Jahr 2004 schon über 9% gegenüber 0,8 % in 2001.

Zur weiteren Risikoverringerung haben wir im Rahmen einer Studie das MRSA-Screening ausgedeht. Von Februar bis Mai 2005 wurde bei 50 konsekutiven Patienten, die aus der Sprechstunde zur elektiven Hüft- oder Knieendoprothesenimplantation einbestellt wurden, einen Nasenabstrich zur Untersuchung auf MRSA-Besiedelung abgenommen.

Ziel war es, im Falle einer nasalen MRSA-Besiedelung diese zunächst zu behandeln und den Patienten erst nach Nachweis des Behandlungserfolges zur Operation aufzunehmen.

Bei den 50 nasalen Abstrichen wurde in 20 Fällen (40%) eine Staphylokokkus aureus Besiedelung nachgewiesen. In keinem Fall wurde MRSA nachgewiesen.

Aufgrund der geringen Effektivität der prästationären Untersuchung durch die geringe Prävalenz haben wir das MRSA-Screening wieder auf die Risikopatienten beschränkt. Hier ist sowohl die Effektivität als auch die Effizienz nachgewiesenermaßen höher.

Das von uns durch geführte nasale MRSA-Screening präoperativ bei allen Patienten wurde von den Diskussionspartnern beim 1. Gemeinsamen Kongress Orthopädie- Unfallchirurgie im Rahmen eines Lunch-Symposiums (Resorba, 21.10.2005. MRSA: Problem erkannt, Problem gebannt?) vorgeschlagen.