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67. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie
89. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie
44. Tagung des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie

11. bis 16.11.2003, Messe/ICC Berlin

Studie zur wissenschaftlichen Aktivität deutscher orthopädisch-traumatologischer Rehabilitationskliniken

Meeting Abstract (DGOOC 2003)

  • corresponding author Michael Pfeiffer - HELIOS Rosmann Klinik, Hauptabteilung Orthopädie, Zeppelinstrasse 37, 79206, Breisach am Rhein, Phone: 07667 84360
  • J. Bosch - Orthopädische Uniklinik Marburg
  • M. Huber-Stentrup - HELIOS-Rosmann Klinik Breisach
  • J. Schmitt - Orthopädische Uniklinik Marburg

Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie. Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie. Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie. 67. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie, 89. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie und 44. Tagung des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie. Berlin, 11.-16.11.2003. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2003. Doc03dguO20-4

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgu2003/03dgu0938.shtml

Veröffentlicht: 11. November 2003

© 2003 Pfeiffer et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung

Im Rahmen der Sparzwänge durch die Kostenexplosion im Gesundheitswesen, wird der Druck auf die Akutmedizin, ihre Behandlungsmethoden durch Studien zu belegen, immer größer. Angesichts Rehabilitationskosten, Klinik- und Bettenzahlen, stellt sich die Frage, ob gleicher Druck auch auf die Rehabilitationsmedizin ausgeübt wird.

Methoden

Es wurden die 330 deutschen Kliniken, welche traumatologische und orthopädische Rehabilitation betreiben, angeschrieben und bezüglich ihrer Publikationstätigkeit in den letzten fünf Jahren befragt. In Beziehung dazu sollten die Tätigkeitsschwerpunkte der deutschen Reha-Kliniken erstmals strukturiert erfasst und in Bezug zu Betten-, Stellensituation, medizinischem Spektrum und Forschungstätigkeit gebracht werden. Die angegebenen und die bei einer Literaturrecherche bis 1966 ermittelten Veröffentlichungen wurden in einer Metaanalyse hinsichtlich ihrer Methodik in Evidenzklassen eingeteilt und ihre Anzahl mit den Eigenangaben der Kliniken verglichen.

Ergebnisse

Die Ergebnisse belegen zum einen eine äußerst geringe Publikationsaktivität in peer-reviewed Journals und des weiteren eine enge positive Korrelation zwischen Größe der Kliniken und Betten/Arzt Verhältnis sowie eine negative Korrelation dieser Variablen mit der Studienaktivität. Kein Zusammenhang ergab sich mit der fachlichen Qualifikation des Personals. Alternativmedizin und IGEL-Leistungen waren weit verbreitet.

Schlussfolgerungen

Mehr Aktivität für Evidenzbasierte Medizin und Validierung der angewendeten Therapieformen wäre wünschenswert aber der Trend geht in eine andere Richtung.