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67. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie
89. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie
44. Tagung des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie

11. bis 16.11.2003, Messe/ICC Berlin

Ein neuartiges Gerät zur aktiven Schulterrehabilitation unter glenohumeraler Traktion oder Kompression

Meeting Abstract (DGOOC 2003)

  • corresponding author Andreas Pingsmann - Orthopädische Gemeinschaftspraxis in der Biberburg, Gatower Str. 241, 14089, Berlin, Phone: 030-362030, Fax: 030-36203450
  • P. Schulz - Praxis für Krankengymnastik/Physiotherapie, Essen
  • C. Abicht - Lehrstuhl für Angewandte Mechanik, Fakultät für Maschinenwesen, Technische Universität München, Garching
  • I. Michiels - Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Universitätsklinikum Essen, Essen

Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie. Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie. Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie. 67. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie, 89. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie und 44. Tagung des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie. Berlin, 11.-16.11.2003. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2003. Doc03dguO14-8

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgu2003/03dgu0890.shtml

Veröffentlicht: 11. November 2003

© 2003 Pingsmann et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung

Der gerätegestützten Rehabilitation von Gelenkerkrankungen fehlt ein Übungsgerät, das wie alle gängigen physiotherapeutischen Behandlungsmethoden auf Traktions-Kompressions-Techniken oder oszillierenden Formen basiert. Die gesetzlichen Kostenträger sprechen neuerdings den gängigen Motorbewegungsschienen (CPM) die Wirksamkeit ab und werden wohl zukünftig die Kosten im ambulanten Bereich nicht mehr tragen.

Methoden

Der neuartige "Schulter-Rotator" ist dient der variablen Behandlung von Schultererkrankungen in allen drei Raumebenen. Der Patient führt eigentätige rotierende glenohumerale Bewegungsübungen unter simultaner Gelenkkompression oder -traktion mit variablen konzentrischen oder exzentrischen Widerständen durch. Die Gerätesteuerung ist voll computerisiert, sodass neben einer großen Variabilität im Einsatz eine patientenspezifische Behandlungsteuerung und Dokumentation einfach und effektiv gewährleistet sind. Die neuartige oszillierend komprimierend-distrahierende Gelenkbehandlung wirkt analgetisch. Bei isolierter Anwendung der Kompressionskomponente in der Drehachse wird ein propriozeptives Training optimiert. Der Arbeitsmodus der glenohumeralen Distraktion ermöglicht die reflektorische Muskeldekontraktion, während die rotierende Übungsbehandlung in der Humeruslängsachse die rotatorisch wirkenden Muskeln kräftigt und damit erstmals geräteunterstützt die Humeruskopfzentrierung in allen Raumpositionen trainiert.

Schlussfolgerungen

Der physiologische Therapiemodus wird anders als die passiven Bewegungsschienen den Wirksamkeitsanforderungen der Kostenträger entsprechen.