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67. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie
89. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie
44. Tagung des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie

11. bis 16.11.2003, Messe/ICC Berlin

Genauigkeit von CT bei der Diagnostik und Grössenbestimmung periacetabulärer Osteolysen nach Hüftgelenksersatz - eine Cadaverstudie

Meeting Abstract (DGOOC 2003)

  • corresponding author Alexandra Claus - Anderson Orthopaedic Research Institute, Alexandria, VA, USA - Fellowship; Orthopaedische Universita, Woerthstrasse 13, 68199, Mannheim, Phone: 0621 87557979, Fax: 062187557979
  • S.M. Tottermann - Department of Radiology, University of Rochester Medical Center, Rochester, NY , USA
  • C.J. Sychterz - Anderson Orthopedic Research Institute, Alexandria, VA, USA
  • Sr. Engh C.A. - Anderson Orthopedic Research Institute, Alexandria, VA, USA

Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie. Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie. Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie. 67. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie, 89. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie und 44. Tagung des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie. Berlin, 11.-16.11.2003. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2003. Doc03dguK22-5

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgu2003/03dgu0731.shtml

Veröffentlicht: 11. November 2003

© 2003 Claus et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung

Artefakte durch Metallimplantate beeinträchtigen die Aussagekraft der Computer Tomographie (CT) bei der Verwendung von CT nach Hüftgelenksersatz. Anhand eines Cadaver-Osteolysenmodells wird die Genauigkeit eines CT-Bildnachbearbeitungsverfahrens, welches bei der Identifikation, Lokalisation und Grössenbestimmung von Beckenosteolysen nach Hüftgelenksersatz verwendet werden kann, überprüft.

Methodik

In 4 Cadaverbecken wurden zementfreie bilateralen Hüftprothesen implantiert und ein Basis CT des gesamten Beckens erstellt. Nach Pfannenexplantation wurden 2 Knochendefekte in definierter Lage (Ileum, Ischium, Pubis, hinterer Pfannenrand) gesetzt und volumenvermessen. Nach Pfannenreimplantation wurde eine zweites Becken CT angefertigt. Jeder Defekt wurde insgesamt noch 2 mal vergrössert, vermessen und ein CT angefertigt. Ein Artefakt Unterdrückungs- sowie eines Segmentierungsalgorithmus wurden verwendet, um die CT Bilder auf das Vorliegen von Osteolysen, deren Lokalisation und 3 dimensionaler Grösse auszuwerten.

Ergebnis

39 von 48 (81%) Defekten wurden durch das CT identifiziert und korrekt lokalisiert. Die Identifikationsrate war abhängig von der Defektlokalisation, 100% der Defekte im Ilium, 89% am hinteren Pfannenrand, 78% im Ischium und 50% im Bereich des Os Pubis wurden korrekt identifiziert. CT überschätzte das Volumen der identifizierten Defekte um durchschnittlich 0,5± 2,3 cm3.

Schlussfolgerung

CT mit Artefakt Suppression kann zum genauen Monitoring von behandelten und unbehandelten Osteolysen nach Hueftgelenksersatz genutzt werden.