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67. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie
89. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie
44. Tagung des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie

11. bis 16.11.2003, Messe/ICC Berlin

Blutserumschwermetallbelastung nach Implantation von Metall/Metall (Metasul®)-Gleitpaarungen nach 8-10 Jahren

Meeting Abstract (DGOOC 2003)

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  • corresponding author Hans-Herbert Springer - Orthopaedische Klinik Schwerin, Werderstr. 30, 19049, Schwerin, Phone: 0385/5204221, Fax: 0385/5204119
  • S. Rotzoll - Orthopaedische Klinik Schwerin, Werderstr. 30, 19049, Schwerin, Phone: 0385/5204221, Fax: 0385/5204119

Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie. Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie. Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie. 67. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie, 89. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie und 44. Tagung des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie. Berlin, 11.-16.11.2003. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2003. Doc03dguK15-7

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgu2003/03dgu0672.shtml

Veröffentlicht: 11. November 2003

© 2003 Springer et al.
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Gliederung

Text

Es wurde die Schwermetallbelastung im Blutserum bei 50 Patienten mit Hueft-Totalendoprothese bei einer Metall/Metall Gleitpaarung nach 8-10 Jahren (Follow up 9,2 Jahre) bestimmt. Ausschlusskriterien waren chronische Polyarthritis, Niereninsuffizienz, Neoplasien, Luxationen, andere orthopaedische Implantate, Vorhandensein von Osteosynthesematerial, Revisionen und bekannte erhoehte Expositionen mit Schwermetallen.

Die Kontrollgruppe bestand aus 50 Personen ohne metallische Implantate unter Beruecksichtigung der Ausschlusskriterien.

Die Blutentnahme erfolgte mit einem speziellen metallfreien Abnahmebesteck. Die Serumanalysen wurden von einem unabhaengigen Labor mittels Absorptionsspektrometrie durchgefuehrt. Die Nachweisgrenze im Labor liegt fuer Chrom (Cr), Kobalt (Co), Molybdaen (Mo) bei 0,20 ng ml, fuer Nickel (Ni) bei 1,00 ng ml.

Der mediane Serum Co Wert der Prothesentraeger-Gruppe (Metasul® nach 8-10 Jahren) betraegt 2,31 ng ml, der Cr Wert 0,67 ng ml, der Mo wert 0,29 ng ml und der Ni Wert 1,03 ng ml. Die Ergebnisse der Kontrollgruppe liegen uns in Kuerze vor.

Nach Implantationen einer Metall/Metall Gleitpaarung (Metasul®) kommt es zu einer systemischen Erhoehung der Co, Cr, Ni und Mo-Konzentration im Blut. Die zeigten auch schon fruehere Untersuchungen. Welche Auswirkungen diese Anstiege im Blutserum langfristig u.a. hinsichtlich einer Kanzerogenese haben, bleibt abzuwarten.