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67. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie
89. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie
44. Tagung des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie

11. bis 16.11.2003, Messe/ICC Berlin

Die Rolle des Femoralisblocks in der Schmerztherapie nach Knieprothesenimplantation

Meeting Abstract (DGOOC 2003)

  • corresponding author Friedrich Böttner - Klinik und Poliklinik für Allgemeine Orthopädie, A. Schweitzer Str. 33, 48129, Münster, Phone: 0251-8348002, Fax: 0251-8347989; Hospital for Special Surgery, New York
  • M. Zawadsky - Hospital for Special Surgery, New York
  • N. Sharrock - Hospital for Special Surgery, New York
  • T.P. Sculco - Hospital for Special Surgery, New York

Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie. Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie. Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie. 67. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie, 89. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie und 44. Tagung des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie. Berlin, 11.-16.11.2003. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2003. Doc03dguF9-3

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgu2003/03dgu0489.shtml

Veröffentlicht: 11. November 2003

© 2003 Böttner et al.
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Gliederung

Text

Diese Studie untersucht, ob die zusätzliche Gabe eines einmaligen Femoralisblocks zu einer weiteren Verbesserung der genannten Parameter führt.

Methodik

80 Patienten, die bei primärer Arthrose eine Knieprothese erhielten, wurden im Rahmen einer geblindeten, prospektiv randomisierten Studie untersucht. Alle Patienten erhielten eine Epiduralanästhesie und wurden von einem Chirurgen (TPS) operiert. Alle Patienten in der Femoralisblock-Gruppe erhielten einmalig eine Nervenblockade mit 30ml 0.37% Bupivacaine vor der Operation.

Ergebnis

Zwischen beiden Gruppen zeigten sich signifikante Unterschiede. Die Femoralis-Block Gruppe bedurfte einer signifikant geringeren Gesamtmenge an epiduralen Analgetika (p<0.01). Außerdem bedurften die Patienten geringerer schmerzabhängiger Einmalgaben (Bolus) über die Schmerzpumpe (p<0.05) am 1. und 2. Tag nach der Operation und hatten geringere Schmerzwerte auf der visuellen Analogskala (p<0.01) während des 1.-3. Tags nach der Operation. Kein signifikanter Unterschied zeigte sich zwischen beiden Gruppen in Bezug auf Nebenwirkungen, Bewegungsumfang, Gehstrecke, Rehabilitationszielen und Krankenhausaufenthalt.

Schlussfolgerung

Die Einmalgabe eines langanhaltenden Femoralisblocks in Kombination mit einer epiduralen Anästhesie verringert den Bedarf an postoperativen Analgetika und führt zu geringeren Schmerzwerten in der visuellen Analogskala. Der Femoralisblock hatte jedoch keinen Einfluß auf die postoperative Funktion.