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67. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie
89. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie
44. Tagung des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie

11. bis 16.11.2003, Messe/ICC Berlin

Gibt es prädiktive Faktoren für das Auftreten von Komplikationen nach Großzehenamputation bei diabetischem Fußsyndrom?

Meeting Abstract (DGOOC 2003)

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  • corresponding author Edgar Roth - Orthopädische Universitätsklinik Mainz, Langenbeckstr. 1, 55101, Mainz, Phone: 06131-170, Fax: 06131-176679
  • M. Wolf - Orthopädische Universitätsklinik Mainz, Langenbeckstr. 1, 55101, Mainz, Phone: 06131-170, Fax: 06131-176679
  • C. Schöllner - Orthopädische Universitätsklinik Mainz, Langenbeckstr. 1, 55101, Mainz, Phone: 06131-170, Fax: 06131-176679
  • J. Heine - Orthopädische Universitätsklinik Mainz, Langenbeckstr. 1, 55101, Mainz, Phone: 06131-170, Fax: 06131-176679

Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie. Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie. Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie. 67. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie, 89. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie und 44. Tagung des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie. Berlin, 11.-16.11.2003. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2003. Doc03dguF6-1

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgu2003/03dgu0468.shtml

Veröffentlicht: 11. November 2003

© 2003 Roth et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung

Bei Diabetespatienten werden jährlich rund 28000 Amputationen durchgeführt. Amputationen sollten als Minor-Amputation auf erkrankte Areale beschränkt werden, was aber gegenüber Major-Amputationen zu mehr Lokalrezidiven führt. Wir untersuchten, ob prädiktive Faktoren für eine gute Wundheilung bei selektiven Amputationen bestehen.

Methodik

2001 führten wir bei 51 Patienten mit kernspintomographisch nachgewiesener Osteomyelitis (OM) der I Phalanx eine Großzehenamputation durch. Vorher wurde bei 32% aller Fälle eine periphere Bypassoperation bei tcpO2-Werten unter 10 mm/Hg durchgeführt. Die Entzündungsaktivität wurde mittels CRP gemessen sowie die Nierenretentionsparameter bestimmt. Alle Daten wurden prospektiv erfasst.

Ergebnisse

Bei 17,6 % (9 von 51) der Patienten traten 1 - 50 Tage postoperativ ausgeprägte Wundheilungsstörungen und eine revisionspflichtige Ausdehnung der OM auf das Os metatarsale I auf. Bei der Analyse der erhobenen Laborparameter fiel in der Revisionsgruppe das signifikant häufigere Auftreten von Albuminurie (p<0.05) und erhöhtem Kreatininwert im Blut gegenüber der nicht revidierten Gruppe auf.

Zusammenfassung

Die Radikalität einer Amputation an den unteren Extremitäten bei diabetischem Fußsyndrom hängt von dem Ausmaß der kernspintomographisch gesicherten Osteomyelitis ab. Zusätzlich sollte das präoperative Nephropathiestadium ins Kalkül gezogen werden, da Datenlage darauf hinweist, dass ein fortgeschrittenes Nephropathiestadium Einfluß auf die Wundheilung und damit auf die Häufigkeit von transmetatarsalen Nachamputationen hat.