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67. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie
89. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie
44. Tagung des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie

11. bis 16.11.2003, Messe/ICC Berlin

Laser-Doppler-Flowmetrie (LDF) und Absorptions-Gewebe-Spektrometrie (AGS). Ein Beitrag zur Analyse der Mikrozirkulation am Lappentransponat.

Meeting Abstract (DGU 2003)

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  • corresponding author Konrad Wolf - Krankenhaus München Schwabing, Abteilung für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Kölnerplatz 1, 80804, München, Phone: 089/3068-98
  • A. Krug - Krankenhaus München Schwabing, Abteilung für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Kölnerplatz 1, 80804, München, Phone: 089/3068-98
  • E. Sebisch - Krankenhaus München Schwabing, Abteilung für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Kölnerplatz 1, 80804, München, Phone: 089/3068-98
  • E. Höcherl - Krankenhaus München Schwabing, Abteilung für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Kölnerplatz 1, 80804, München, Phone: 089/3068-98

Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie. Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie. Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie. 67. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie, 89. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie und 44. Tagung des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie. Berlin, 11.-16.11.2003. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2003. Doc03dguD10-1

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgu2003/03dgu0324.shtml

Veröffentlicht: 11. November 2003

© 2003 Wolf et al.
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Gliederung

Text

Problematik und Fragestellung

Eine primäre Autonomie der Blutgefäßversorgung ist sowohl bei den Gefäßanastomosen der freien Lappenplastik als auch im Gewebe- und Gefäßstiel der Lappentransposition vorhanden. Diese Autonomie verliert sich infolge einer vom Lagergewebe ausgehenden Angiogenese und Vasculoneogenese im Granulationsgewebe. Allerdings sind Fälle beschrieben, bei denen nach einem Zeitraum bis zu 8 Jahren die primäre Blutgefäßversorgung ihre Autonomie beibehielt [1], [2].

Aufgabenstellung

1. Ausschluß einer persistierenden primären Autonomie der versorgenden Gefäße des Leistenlappens.

2. Nachweis der suffizienten Angiogenese und Vasculoneogenese.

Fragestellung

Meßwerte der Mikrozirkulation (Flow, Sauerstoffsättigung des Hämoglobins und Hämoglobinkonzentration), die bei Abklemmung des Lappenstieles die Aufgabe der Autonomie bei der Leistenlappentransposition beweisen.

Methodik

Scan von der Hautoberfläche bis in eine Gewebetiefe von 14 mm mit Hilfe von LDF- und AGS (Opto Flow, Firma LEA, Giessen, Deutschland). Anhand zweier Fallbeispiele soll der aussagekräftige Einsatz der standardisierten LDF und AGS für die Analyse der Mikrozirkulation demonstriert werden.

Meßplan

I) LDF und AGS Werte des Leistenlappentranponates, Vergleich mit kontralateralem Daumen und kontralateraler Leistenregion (Kontrolle)

II) Lappenstielabklemmung, Abklemmzeit von 2 Stunden, in 15 Minuten Abständen gemessen

III) Verlauf vor der Klemmung, während des Klemmvorganges und bei Auflösung des Klemmvorganges

Statistik

Mittelwerte mit Angabe des Standard Error of Mean (SEM). Kontrolle: Messwerte am kontralateralen Daumen und kontralateraler Leistenregion. Signifikanzberechnungen: t-Test nach Student.

Ergebnisse

Schlußfolgerung

Ein Beweis für die Aufgabe der Autonomie des Lappenstieles ist bei folgender Konstellation gegeben.

1. Mikrozirkulation: Konstanter Flow, ohne zeitlichem Abfall der Countwerte.

2. O2-Sättigung des Hämoglobins: Tolerierbarer Abfall der O2-Sättigung des Hämoglobins bei < 25 %.

3. Hämoglobinkonzentration: Ein Abfall der Hämoglobinkonzentration sollte nach dem Abklemmvorgang nicht erfolgen.


Literatur

1.
Machens et.al. - Techniken zur postopertativen Überwachung der Gewebedurchblutung nach freier mikrovaskulärer Gewebetransplantation Handchirurgie, Mikrochirurgie, Plastische Chirurgie 1999 - 31: 107-112.
2.
Machens et. al. - Bleibt die Gewebeperfusion nach freier mikrovaskulärer Gewebetransplantation autonom? Handchirurgie, Mikrochirurgie, Plastische Chirurgie 2000 - 32: 193-196.